FORDERUNGEN VERKAUFEN DURCH FACTORING

Factoring reduziert das Risiko und beschleunigt den Liquiditätszufluss.

Warum Sie diesen Artikel lesen sollten:
Factoring hat viele Vorteile: reduziertes Debitorenausfallrisiko, eine optimierte Bilanzstruktur und zügiger Liquiditätszufluss.

Durch einen Forderungsverkauf sichern Unternehmen kurz nach dem Entstehen einer Forderung die Ihnen zustehende Liquidität ohne von der Zahlungsmoral der Abnehmer abhängig zu sein. Aber unter welchen Rahmenbedingungen bietet sich diese Finanzierung an?

Eine schwierige Situation: „Beliefern mittelständische Unternehmen umsatz- und bonitätsstärkere Abnehmer, geraten sowohl die Preise und insbesondere auch die Zahlungsziele in manchen Branchen immer wieder unter Druck“, weiß Jens Wende, Spezialist für Global Trade Management bei der HypoVereinsbank, aus Erfahrung. Die Folge: ein erhöhter Finanzierungsbedarf, den eine unbesicherte Kontokorrentkreditlinie auf Dauer nicht decken kann. „In dieser Situation bietet es sich an, Forderungen regresslos zu verkaufen“, sagt Wende.

Die Pluspunkte liegen auf der Hand:

  • der Mittelständler kann den Geldeingang von der Bank sicher innerhalb von zwei Tagen nach dem Forderungsverkauf einplanen
  • der Fremdkapitalbedarf wird reduziert, der Zinsaufwand sinkt
  • seine Liquidität verbessert sich
  • die Debitorenrisiken sinken, da die Bank das Forderungsausfallrisiko übernimmt
  • die Bilanzsumme reduziert sich
  • das Eigenkapital wird gestärkt
Jens Wende

"Factoring dient der Working-Capital-Optimierung durch einen zügigen Liquiditätszufluss und bietet dem Unternehmen zusätzlich eine Absicherung gegen Forderungsausfall."

Jens Wende
Spezialist für Global Trade Management, HypoVereinsbank (HVB)

Mit der frühzeitig erhaltenen Liquidität kann der Unternehmer wiederum seine Lieferanten unter Abzug von Skonto bezahlen und überkompensiert häufig die Preise für das Factoring.

Factoring als Instrument der Absatzförderung.

Bei einem „echten (regresslosen) Factoring“ verbessert sich oft auch das Rating. Das wirkt sich positiv auf die Bedingungen von Folgefinanzierungen aus. Unternehmen nutzen die Vorteile des Factorings auch, um ihren Kunden längere Zahlungsziele einzuräumen und damit die eigenen Absatzchancen zu erhöhen.

„Wir kaufen Forderungen an, deren Laufzeiten von der Entstehung bis zur Fälligkeit in der Regel höchstens 120 Tage betragen. Unser Produktportfolio bietet in Einzelfällen auch Lösungen für Laufzeiten von bis zu einem Jahr an“, so Wende. Davon profitiert der Vertrieb im Unternehmen. Denn lange Zahlungsziele sind oft die Voraussetzung dafür, um ein Geschäft mit ausländischen Kunden überhaupt abschließen zu können. Factoring fördert also indirekt auch den Absatz.

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Merkliste Factoring

Durch den Verkauf von Forderungen erhöht das Unternehmen die Liquidität. Doch Factoring hat weit mehr Vorteile.

Die Vorteile von Factoring

  • der Unternehmer sichert seine Liquidität, gerade bei steigenden Umsätzen
  • die Risiken eines Forderungsausfalls werden minimiert
  • die Bilanzsumme sinkt, die Eigenkapitalquote erhöht sich
  • die Bank prüft die Kreditwürdigkeit der Debitoren insbesondere der Neukunden
  • die Kreditlinie wird geschont
  • der Unternehmer verschafft sich Freiräume für Folgefinanzierungen
  • der Unternehmer kann Rechnungen mit kurzen Zahlungsfristen begleichen: Vorteil gegenüber Lieferanten
Qualifizierte Bonitätsauskunft für Neukunden und wenig Aufwand.

Ein weiterer Vorteil: Der Unternehmer erhält - sofern dies unter Beachtung des Bankgeheimnisses möglich ist - für jeden Neukunden von der Bank eine Einschätzung über dessen Bonität sowie Angaben, für welches Auftragsvolumen dieser Abnehmer gut ist. 

Zusätzlich sinkt der bürokratische Aufwand für den Unternehmer. Denn im Auslandsgeschäft setzen Firmen häufig auch deshalb auf den Verkauf ihrer Forderungen, weil für jedes Land andere Regeln für die Forderungsbeitreibung gelten. Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen verringern mit dieser Finanzierung ihren Verwaltungsaufwand.

Unterm Strich bietet sich dieses Instrument vor allem für solche Firmen an, die einen oder mehrere Großabnehmer im In- oder Ausland beliefern. Dabei ist der Ausfall von Forderungen bei Warenlieferungen oder Dienstleistungen abgesichert.

Gutes Image als alternative Finanzierungsform.

Große mittelständische Unternehmen sind aufgrund der Vorteile des Finanzierungsmodells „Factoring“ inzwischen von dessen Sinnhaftigkeit überzeugt. Sie nutzen das Instrument teilweise schon viele Jahre. Der frühere Makel: „Ein Forderungsverkauf durch Factoring wird nur von Unternehmen betrieben, die sich in Schwierigkeiten befinden“, greift heute nicht mehr. Nach einer Studie der Universität Köln schätzt jede zweite Firma, die dieses Instrument einsetzt, das Image von Factoring als gut oder sehr gut ein. Im Jahr 2017 wurden nach Angaben des Deutschen Factoring-Verbandes bereits 7,1 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes über Factoring abgewickelt. Tendenz steigend. Zunehmend setzen auch kleinere mittelständische Firmen auf den Verkauf ihrer Forderungen. 

Die HypoVereinsbank begleitet Unternehmen beim Verkauf ihrer in- wie auch der ausländischen Forderungen. „Wir ermitteln für den Unternehmer passgenaue Lösungen, sodass die Vorteile die volle Wirkung entfalten können“, so Wende.

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