Gipfel der Weltmarktführer

6. Februar 2019: Gipfeltreffen der Weltmarktführer.

Termin
6. Februar 2019
Ort
Schwäbisch Hall
Special Guest
Markus Beumer, HVB Vorstand
Die Besten der Besten!

„Hier in Schwäbisch Hall treffen sich nur die Besten der Besten“, sagte WirtschaftsWoche-Chefredakteur Beat Balzli. „Sie haben gezeigt, wie man auch überlebt, wenn es rauer zugeht. Und das könnte bald der Fall sein.“ Denn der Jahrhundertboom neige sich allmählich seinem Ende entgegen.

Die neunte Auflage des dreitägigen Gipfeltreffens der Weltmarktführer lockte erneut hunderte Firmenlenker, Berater und politische Entscheider in die Stadt im Nordosten Baden-Württembergs. Ziel der jährlichen Veranstaltung ist es, globalen Champions des deutschen Mittelstandes eine einzigartige Plattform zur Vernetzung sowie zur Diskussion von Zukunftsthemen zu bieten, um so Weltmarktführer zu bleiben – oder zu werden.

Einem vielfach unterschätzten Thema, das für Mittelständler dennoch von existenzieller Bedeutung ist, widmete sich auf der Veranstaltungsbühne Markus Beumer, Vorstandsmitglied der HypoVereinsbank: die erfolgreiche Regelung der Unternehmensnachfolge. In der neuen Diskussion der Nachfolge bei Familienunternehmen sei der entscheidende Faktor, dass die neue Nachfolgegeneration immer älter werde. „Wir nennen das den so genannten ‘Prinz-Charles-Effekt’“, sagte Beumer.

Markus Beumer: „Am Ende rechnen wir mit 150.000 Nachfolgefällen bei Unternehmen bis 2022."

Markus Beumer, Vorstand HypoVereinsbank, zum Thema "Unternehmensübergabe"
Weltmarktführer werden, Weltmarktführer sein und Weltmarktführer bleiben.

In Märkten, in denen nur noch der Wandel konstant ist, stehen selbst namhafte Firmen vor großen Herausforderungen. Wie Weltmarktführer damit umgehen, und welchen Effekt sie unbedingt kennen sollten.

Wer auf der Suche nach hochwertigen Kopfhörer- und Mikrofonlösungen ist, kommt am Namen Sennheiser bereits seit Jahrzehnten nicht mehr vorbei. Damit das auch künftig so bleibt, fährt Andreas Sennheiser zwei völlig unterschiedliche Strategien, die er beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall gerne mit seinen Zuhörern teilte. Im Business-to-Business-Geschäft gelte: „Wir sind jeden Tag beim Kunden, um sofort mitzubekommen, was sein Hauptproblem ist.“ Dazu gehöre unter anderem auch, dass man bei Konzerten – etwa von Madonna – stets eigene Mitarbeiter vor Ort habe.

Was ist der Prinz-Charles-Effekt? - Die Kernfrage für den Standort Deutschland!


Markus Beumer, Vorstandsmitglied der HypoVereinsbank, widmete sich dem vielfach unterschätzten Thema, das für Mittelständler dennoch von existenzieller Bedeutung ist: die erfolgreiche Regelung der Unternehmensnachfolge. In der neuen Diskussion der Nachfolge bei Familienunternehmen sei der entscheidende Faktor, dass die neue Nachfolgegeneration immer älter werde. „Wir nennen das den so genannten ‘Prinz-Charles-Effekt’“, sagte Beumer.

Dieser Trend könne signifikante Auswirkungen auf die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in einem sich schnell wandelnden digitalen Umfeld haben. „Es lässt sich statistisch nachweisen, dass mit zunehmendem Alter des Firmenchefs eines familiengeführten Unternehmens deutlich weniger in Innovationen investiert wird“, gab der Experte zu bedenken.

„Wenn die Lösung des Nachfolgeproblems nicht zügig erfolgt, wird es zunehmend eine Herausforderung, die Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft des Unternehmens immer wieder aufrecht zu erhalten“, warnte Beumer. Das ist eine auch für die gesamte Volkswirtschaft schwerwiegende Herausforderung. „Denn die mittelständischen Unternehmen sind die DNA des Wirtschaftserfolges in Deutschland“, sagte der Finanzprofi.

 

Markus Beumer, Vorstand HypoVereinsbank, zum Thema "Unternehmensübergabe".

Zur Einordnung: Die HypoVereinsbank rechnet allein bis zum Jahr 2022 mit rund 150.000 Nachfolgefällen in Deutschland. Das entspricht mehr als der Hälfte sämtlicher mittelständischer Firmen.

Nicht selten findet die Suche nach einem Nachfolger aus der eigenen Familie ein jähes Ende. Dann sind alternative Lösungen gefragt, etwa der Verkauf oder eine Beteiligung des bisherigen Managements am Unternehmen. Vor allem Verkäufe „finden inzwischen viel häufiger statt, als wir es gemeinhin glauben“, sagte Markus Beumer.

Wie die Nachfolge gemanagt wird, beeinflusst letztlich auch die Finanzierungsmöglichkeiten eines Mittelständlers: „Weil eine aussichtsreiche Übergabe so relevant ist für die Innovations- und Zukunftsfähigkeit, schauen wir im Kreditgeschäft nicht nur auf die Firmenratings“, sagte Beumer. In jedem Fall versuche man als Bank einen Beitrag dazu zu leisten, dass der geplante Ruhestand für den Chef einer familiengeführten Firma am Ende nicht zum unbeabsichtigten Ruhestand für das gesamte Unternehmen wird.

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