Fiege prägt die digitale Logistik.

Richtig Digitalisieren. #DasIstMirWichtig

Felix und Jens Fiege führen in der fünften Generation Fiege Logistik. Ihr Vorfahre, der Landwirt Joan Joseph Fiege, begann 1873 im Nebenerwerb Kohle aus den Zechen rund um Greven bei Münster an die nahen Haushalte zu liefern.

Seine Nachkommen führen heute ein Mittelstandsunternehmen, das zu den zehn größten Anbietern der Branche in Europa zählt und führend bei der Kontraktlogistik rund um Mode, Konsumgüter, Pharmazeutika, Printmedien und Autozubehör ist. Als globaler Pionier der Branche investiert Fiege konsequent in digitale Startups.

Rund um den Erdball betreibt das Unternehmen inzwischen 185 Logistikstandorte in 15 Ländern. Darunter sind auch 30 so genannte Megazentren – sechs F ußballfelder große Knotenpunkte im XXL-Format.  Zwischen Ibbenbüren, Budapest, Basel und Shenzhen erobert das Familienunternehmen aus Westfalen neue Märkte mit einer schlichten Erfolgsformel: Fiege = Vertrauen + Schnelligkeit + digitale Technologie.

"Es ist ein großer Vorteil, als Familienunternehmen im Markt zu agieren. Das Vertrauen der Kunden in uns ist entscheidend."

Fiege - das Unternehmen
Felix und Jens Fiege, Fiege Gruppe

Daten, Automatisierung und Startups.

Das moderne Logistikgeschäft produziert digitale Daten in großen Mengen. Überall und jederzeit dokumentieren Daten das Geschäft mit der komplexen Vernetzung von Lagerhäusern und Lieferketten. Fiege nutzt die Informationen über das Kundenverhalten, die Warenbewegungen konsequent und optimiert Lieferprozesse und Logistikzentren.

Sogar Wetterdaten werden genutzt, um die Logistik noch effizienter zu steuern. Dem Mittelständler gelingt es darüber, enorme Effizienzpotenziale zu nutzen und im Wettbewerb mit größeren Rivalen wie DHL oder Amazon zu bestehen.

Kundenlogistik rund um die Welt.

Die Güterströme vieler Kunden aus Industrie und Handel lenkt Fiege Logistik heute rund um den Globus. Da muss der Kontraktlogistiker häufig in kurzer Zeit passgenaue Lösungen liefern, Lagerimmobilien bereitstellen, die Warenlager einrichten und lokale Transportketten bis hin zur sogenannten „letzten Meile“ aufbauen. Dazu sind auch immer wieder flexible Finanzierungslösungen nötig.

“Wir brauchen einen Bankpartner, der schnell reagieren kann und uns in neuen Märkten verlässlich unterstützt.”

Fiege Internationalisierung
Jens (links) und Felix (rechts) Fiege, Fiege Gruppe; Friedrich Hufelschulte (Mitte), HVB Firmenkunden-Berater
Der Doppelpass zur smarten Lieferkette.

Tribüne, Clubhaus, etwas Bandenwerbung. Der Fußballplatz des SC Greven 09 ist beschaulich. Auch Felix und Jens Fiege sieht man hier die Stutzen hochziehen - wenn die beiden Chefs des gleichnamigen Grevener Logistikunternehmens für den hauseigenen “Soccer Cup” trainieren.

Seit fast 150 Jahren ist Fiege Logistik im Besitz der westfälischen Unternehmerfamilie. Und einmal im Jahr lädt der Kontraktlogistiker seine Belegschafts-Mannschaften aus 15 Ländern zum Fußballturnier. “Wir sind weltweit aktiv. Die Mitarbeiter regelmäßig an einen Ort zu holen, stärkt den Teamgeist, den wir als Familienunternehmen für unseren wirtschaftlichen Erfolg brauchen”, erklärt Jens Fiege.

Familienunternehmen produziert Kundenvertrauen.

Das westfälische Familienunternehmen beschäftigt über 15.000 Menschen rund um den Globus. Dennoch vermag es aus den kulturellen Besonderheiten eines Mittelständlers eine schlagkräftige Tugend zu formen. Die Wege sind schnell im Unternehmen, der Ton informell, die Hierarchien flach. Nicht nur zwischen den Vorständen Jens und Felix Fiege wird oft intuitiv kombiniert, weil man sich in vielen Situationen ohne Worte versteht.

“Die Familie erwartet, dass wir Ergebnisse liefern. Das geht nur, wenn wir auf allen Ebenen Nähe und Verständigung pflegen. Vertrauen ist schließlich auch unsere wichtigste Währung beim Kunden”, erläutern die beiden Manager im Vorstandszimmer im achten Stock der Zentrale am Flughafen Münster-Osnabrück.

Die Cousins Jens Fiege, 44, und Felix Fiege, 40, sind Teil eines vierköpfigen Führungsteams, das die Kontraktlogistik in den letzten Jahren wie kaum ein Wettbewerber umgekrempelt, verfeinert, erweitert und mit Hilfe digitaler Technologien weit in die Zukunft gedreht hat. Zunächst dachte das Team strategisch nach: Was würden Logistikkunden in Zukunft besonders attraktiv finden?

Die Antwort: Präzision, Verlässlichkeit, Agilität, Schnelligkeit, vor allem aber schlüsselfertige Logistikketten. Im Geschäftsmodell von Fiege wird daher jeder Kunde mit einer modularen Systemlösung bedient, die passen muss wie ein Maßanzug. Fiege fasst seine Rolle denn auch gerne als „Systemorganisator“ zusammen, eine Art Libero, der mit Übersicht die Kunden rund um die Uhr mit seinen Dienstleistungen freispielt.

Das Erfolgsrezept: Für den Endkunden unsichtbar bleiben.

Umfangreiche LKW-Flotten hält das Unternehmen deshalb längst nicht mehr vor. Für den Transport von A nach B setze Fiege auf ein Partner-Netzwerk, sagen die Firmenchefs. Was Kunden der Kontraktlogistik aus Handel und Industrie stattdessen immer mehr schätzen, seien die Lösungen, bei denen ein Dienstleister wie Fiege für immer größere Abschnitte der Wertschöpfungskette verantwortlich ist. So unterstützt Fiege bei der Versorgung der Produktion oder veredelt die Ware der Kunden im eigenen Lager und organisiert die Lieferwege zwischen Hersteller oder Händler und deren Endkunden.

Auf der Rechnung eines typischen Fiege-Kunden erscheinen denn auch nicht nur Transport und Lagermanagement. Das Spektrum an Servicediensten ist enorm: “Dazu gehören der Betrieb von Callcentern, die Abwicklung von Retouren, die Warenverpackung sowie die Zollberatung und Zollabwicklung”, sagt Felix Fiege.

Aber es gibt noch viel mehr bei Fiege: Auch das Management von E-Commerce-Plattformen, die Pflege von Datenbanken oder das Erstellen von Datenanalysen übernehmen die Teams, wenn es gewünscht ist. Ja sogar die Planung und Errichtung von Logistikimmobilien zählt mittlerweile zum Angebot des westfälischen Mittelständlers.

“Wer heute eine Ware kauft, weiss oft gar nicht, dass wir bei Fiege praktisch die gesamte Lieferkette managen. Wir sind für den Endkunden so gut wie unsichtbar. Statistisch stammt jedoch zum Beispiel einer von vier Reifen an einem Auto in Deutschland aus einem Fiege-Lagerhaus”, sagt Jens Fiege. “Die Flexibilität in der Kundenbetreuung paart sich mit dem Vertrauen, das wir als Familienunternehmen genießen. Das führt zu einer Marktstellung, in der wir mit den großen Wettbewerbern solide konkurrieren können”, ergänzt sein Cousin mit Blick auf die globalen Logistik-Riesen wie DHL oder Amazon.

Einmal Fiege, immer Fiege – die langfristige Kundenbeziehungen zählt.

Vor allem der boomende Online-Handel verleiht Fiege Logistik gute  Wachstumsraten. Das Unternehmen ist etwa Marktführer bei Modelogistik, seit man Zalando, Deutschlands größten Internet-Bekleidungshändler, als langfristigen Kunden gewinnen konnte. Fieges Mega-Center in Ibbenbüren ist zum Beispiel auch die “größte Filiale” des Schuhherstellers Deichmann, wie man sich mit einem Augenzwinkern unter Fiege-Mitarbeitern erzählt.

In den sechs riesigen Hallen des Lagerhauskomplexes vor den Toren des 50.000-Einwohnerstädtchens stapeln sich Tausende Schuhkartons, fahren Gabelstapler mit hoher Geschwindigkeit durch endlos lange Hochregale, um Ware einzulagern und laufen Boxen mit bestellter Ware über Rollbänder zu den Packstationen, wo die Pakete an die Kunden versandtfertig gemacht werden.  

Fieges allumfassende Logistikdienste kommen an. Ein prominenter Vertragsabschluss jagt den anderen: So lässt der Karstadt-Konzern seine Warenströme genauso von dem Kontraktlogistiker steuern, wie das Industrieunternehmen Bosch oder der Reifenhersteller Bridgestone. Sogar für das Online-Auktionshaus Ebay organisiert Fiege smarte Lieferketten.

Und auch in der Sparte Krankenhauslogistik ist das Unternehmen Marktführer in Deutschland. Etwa 150 Kliniken versorgen die Logistiksysteme aus Greven mit Medikamenten. Fiege geht dabei eine enge und langlebige Beziehung mit den Kunden ein. Ein Beleg für das Vertrauen, das die Grevener am Markt so stark macht. Typische Vertragslaufzeiten liegen zwischen acht und zehn Jahren – Partnerschaften dauern in der Regel länger an, mitunter sogar Jahrzehnte, wie im Fall Bridgestone: 2018 haben Fiege und der japanische Reifenhersteller 40 Jahre der Zusammenarbeit gefeiert.

Der digitalen Disruption mit eigenen Ideen entgegentreten.

Wandelt man, in eine grell-gelbe Besucher-Weste gehüllt, im Mega-Center Ibbenbüren durch die 12 Meter-Hochregale, stößt man unvermutet auf mannshohe Kommissionier-Roboter. Leise schnurrend ziehen die Automaten, die äußerlich an fahrbare Kaffeeautomaten erinnern, Schuhkartons aus den Regalen und fahren die Fracht – autonom gesteuert und ausgestattet mit der neuesten Radar-, Kamera und Lasertechnologie – zur Auslieferung. Am Münchner Startup Magazino, dem Entwickler der Roboter, hat sich Fiege 2018 direkt beteiligt – um frühzeitig vom Einsatz solcher Maschinen profitieren zu können.

Was Zukunftstechnologien angeht, agiert Fiege inzwischen wie ein Venture Capital-Finanzierer. Die Grevener steigen regelmäßig bei Startups der Logistikbranche ein und gründen auch intern eigene Unternehmen, um zum Beispiel gute Mitarbeiterideen zu fördern.

Das Management trieb auch die Gründung des “Westphalia DataLab” voran, ein Startup aus Münster, das automatisierte Datananalyse als einen Service anbietet. “In der Szene der Startups die sich mit unserer Branche beschäftigen, sind wir inzwischen ein bekannter Name und gut vernetzt”, sagt Felix Fiege. Wer die neuen Technologien zuerst profitabel einsetzen könne, der habe im wettbewerbsintensiven Logistikmarkt künftig die Nase vorn.

Ein harter Wettbewerb ist übrigens auch der Fiege Soccer Cup, der drei Jahre in Folge an eine Mannschaft aus Polen ging. Im Sommer 2018 traten 54 Teams gegeneinander an. Auf dem Feld mit dabei: Jens und Felix Fiege, die mithalfen, den Fiege-Pott erstmals nach Greven zu holen. Dort steht die schlanke, silberne Trophäe nun hinter Glas in der Lobby der Firmenzentrale. Jens Fiege lacht: “Alle dachten, wir können hier nicht Fußball spielen, weil wir in der Zentrale nur im Büro sitzen - das war ein Trugschluss.”

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