Zuspitzung Irankrise: Sind Investoren schon blauäugig oder noch realistisch? +++ Dollar: Funktioniert der sichere Hafen?
Christian Stocker:
Wir erwarten bis in den Sommer hinein deutlich erhöhte Ölpreise, 100–110 US‑Dollar, in unserem Basisszenario. Wir gehen davon aus, es wird keine weiteren Angriffe auf die Infrastruktur geben, und das stabilisiert die Ölpreise.
Philip Gisdakis:
Die Risikoprämie bleibt erhöht und wird sich dann zum Jahresende hin wieder verringern. Im Moment geht aus meiner Sicht der festere US‑Dollar in Ordnung, aber die grundlegende Thematik, dass der Charakter des sicheren Hafens des US‑Dollars infrage gestellt wird, könnte durch diese Krise, wenn sie denn mal gelöst ist, noch weiter beschleunigt werden.
Titus Kroder:
Herzlich willkommen zum HVB Markt-Briefing.
Der Ölpreis ist das Maß aller Dinge geworden in diesen Tagen, an den Tankstellen, aber auch für Ökonomen, Anlagestrategen und Investoren gilt das. Der Krieg am Golf geht in die vierte Woche, und vor allem die Finanzmärkte zeigen sich bisher überraschend robust angesichts der akut werdenden Ölversorgungskrise durch die Blockade der wichtigen Meerenge von Hormus zwischen Iran und der arabischen Halbinsel.
Inzwischen ist der Krieg in eine neue Phase eingetreten. Die Gegner USA und Israel einerseits und Iran andererseits haben angefangen, Öl- und Gasförderanlagen direkt unter Feuer zu nehmen, unter anderem in Katar, das weltweit größte Erschließungsgebiet für die Flüssiggasproduktion. Das Ergebnis: Heute am 19. März um 13.30 Uhr ein Ölpreis von etwa 114 Dollar pro Barrel.
Was ist nun mit dieser Zuspitzung weiter zu erwarten, ökonomisch, aber auch an den Märkten?
Jede Menge aktuelle Expertenanalyse ist gefragt bei der raschen Entwicklung der Ereignisse.
Zeit dafür haben sich dankenswerterweise genommen Christian Stocker als leitender Aktienstratege und Philip Gisdakis als Chief Investment Officer der HVB.
Ich grüße euch zunächst mal.
Christian Stocker:
Ja, hallo zusammen.
Philip Gisdakis:
Hallo.
Titus Kroder:
Philip, die erste Frage geht an dich.
Der Irankonflikt, in dem ja auch viel menschliches Leid zu beklagen ist, geht nun in die vierte Woche. Ölpreis auf, ich würde mal sagen, ziemlich im Alarmniveau von 114 Dollar. Erste Länder, vor allem in Asien, haben begonnen, Öl zu rationieren, aber auch ein EU‑Land verknappt schon den Treibstoffverkauf.
Wer alt genug ist, kennt noch die autofreien Sonntage aus der ersten Ölkrise der 70er Jahre.
Was hat sich denn nun aus deiner Sicht kurzfristig makroökonomisch verändert durch die ja nun doch schon ziemlich akut werdende Energiekrise?
Philip Gisdakis:
Was sich verändert hat, ist der Ausblick. Die harten makroökonomischen Daten sind natürlich noch nicht betroffen. Das dauert noch ein bisschen, bis man entsprechende Implikationen sieht.
Aber es ist klar, dass zunehmend unklar wird, wann der Energiefluss wieder aufgenommen werden kann, und das ist ja das, worum es geht.
Unsere grundlegenden Überlegungen, auch die Prognosen und die Aussagen, die in den vergangenen beiden Podcasts Andreas gemacht hatte an dieser Stelle, sind natürlich noch gültig. Jetzt haben wir am gestrigen Tage gehört, dass Angriffe sowohl von Israel auf iranische Gasanlagen als auch vom Iran auf ein großes Gasfeld in Katar vorgenommen wurden.
Das bringt die Frage, wie lange Auswirkungen bestehen werden, selbst wenn die Kampfhandlungen zu Ende sind. Das wird zunehmend unklar, und das bedeutet, dass die Märkte zunehmend Risikoprämie einpreisen.
Sollte das Ganze relativ zeitnah, wir sprechen von wenigen Wochen, vorbei sein und keine langfristigen Lieferprobleme nach sich ziehen, dann würde das nur einen kurzen Effekt haben und keine großartigen makroökonomischen Auswirkungen. Aber wenn es länger dauert und insbesondere der Energiefluss länger unterbrochen ist, sieht die Lage anders aus.
Titus Kroder:
Christian, die HVB‑Analystenteams haben ihre Ölpreisprognose angehoben als Reaktion auf die Zuspitzung des Konflikts. Wie blickt ihr nun auf den Ölmarkt, und was bedeutet das in einer ersten Einschätzung von dir für die Aktienmärkte? Sehen Investoren die dramatische Dimension dieser Energiekrise realistisch, oder wird das alles noch viel zu leicht genommen?
Christian Stocker:
Wie Philip gerade gesagt hat, die Risikoprämie für Energie, für Öl und Gas, hat sich erhöht.
In dem jetzigen Umfeld müssen wir entsprechend reagieren.
Wir erwarten bis in den Sommer hinein, zumindest noch im zweiten Quartal, deutlich erhöhte Ölpreise, die im Bereich von 100–110 US‑Dollar liegen werden in unserem Basisszenario, und dann zum Jahresende hin wieder eine Beruhigung. Im Risikoszenario, sollte es weitere Angriffe auf Öl- und Gasförderanlagen geben, kann es Richtung 130 US‑Dollar pro Barrel gehen, also noch über das Niveau hinaus, das wir vor zwei Wochen am Montag gesehen hatten.
Die Lage in Hormus bleibt schwierig, aber wir gehen davon aus, es wird keine weiteren Angriffe auf die Infrastruktur geben, und das stabilisiert die Ölpreise. Die Risikoprämie bleibt erhöht und wird sich zum Jahresende verringern.
Auf deine Frage, ob die Anleger aktuell naiv sind oder eher realistisch: Ich denke, naiv sind sie nicht. Der Ölpreis ist gestiegen. Das zeigt, dass die Märkte nicht naiv reagieren, sondern realistisch angepasst auf die aktuelle Situation. Die Aktienmärkte reagieren auch, aber nicht übertrieben negativ. Die aktuellen Preise spiegeln die Unsicherheit wider, aber das weitere Szenario sollte klar sein, dass wir in die zweite Jahreshälfte eine Deeskalation bekommen.
Die zentrale Frage ist, ob der Schaden so dramatisch ist, dass es zu Einschränkungen in den Öllieferungen kommt nach den jüngsten Angriffen auf Iran und angrenzende Länder. Ich denke, es ist einigermaßen handhabbar und wird keine langfristigen negativen Folgen haben.
Für die Märkte, speziell für die europäischen, ist wichtig: Rund 60 % unserer Flüssiggaslieferungen kommen aus den USA. Hier haben wir keine Knappheiten, die Preise sind aktuell nicht höher als Anfang 2025 oder Mitte 2023. Während des Hochpunkts der Ukraine‑Krise hatten wir rund sechs Mal höhere Preise im Gas. Das zeigt: Die Infrastruktur bei den Gaslieferungen ist angepasst und robust.
Für Europa sind die Gaspreise entscheidender als die Ölpreise. Das dämpft den negativen Effekt, und deswegen reagieren die Aktienmärkte relativ besonnen.
Titus Kroder:
Öl steckt ja in fast jedem Produktionsprozess in den Industrieländern. Wenn sich der Preis verteuert, steht damit immer die Frage nach mehr Inflation im Raum, die ja von den Notenbanken gerade erst wieder einigermaßen gezähmt wurde.
Philip, die Fed hat sich aktuell positioniert. Die US‑Notenbank hat erst einmal den Zins nicht weiter gesenkt, weil sie offenbar das Inflationsrisiko durch die Ölkrise sieht. Was die EZB macht, wissen wir zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht.
Frage an dich: Wie stark haben Investoren den Faktor Inflation durch diese Ölkrise überhaupt auf dem Schirm?
Philip Gisdakis:
In den Zinsmärkten ist einiges passiert. Die Erwartungen für die Zinssenkungen der Federal Reserve sind nach hinten verschoben worden, und das hat Jerome Powell gestern in seiner Pressekonferenz unterstrichen.
Man würde sich das erstmal anschauen, und solange nicht klar ist, welche Auswirkungen das hat, würde man keine Zinssenkungen vornehmen. Die marktbasierten Erwartungen zeigen ebenfalls, dass Zinssenkungserwartungen deutlich nach hinten geschoben wurden. Der Markt preist eine erste Zinssenkung im Herbst 2027 vollständig ein.
Für die EZB ist klar, dass heute nichts passieren wird. Die EZB hat im Vorhinein klargemacht, dass sie vorsichtig ist und verhindern möchte, dass Inflationserwartungen ansteigen. Sie kann gegen den Einfluss höherer Energiepreise nichts ausrichten. Nur weil eine Zentralbank die Zinsen anhebt oder nicht senkt, wird sich der Krieg nicht verändern. Was sie aber machen kann: verhindern, dass Zweitrundeneffekte entstehen oder diese bremsen. Daraus hat sie aus dem Inflationsschub 2022 gelernt.
Die EZB schaut üblicherweise auf marktbasierte Inflationserwartungen. Ein wichtiger Indikator ist die Five‑Year‑Five‑Year‑Forward‑Inflation, also die durchschnittliche erwartete Inflation zwischen Jahr 5 und 10. Dieser Indikator ist von 2,05 % auf 2,15 % gestiegen. Im Jahr 2023 lag der Peak bei 2,7 %. Wenn sich das Risiko von Zweitrundeneffekten zeigt, würde die EZB reagieren.
Unter Zweitrundeneffekten versteht man, wenn einer Inflationsentwicklung entsprechende Lohnforderungen folgen, die wiederum Inflation erzeugen – eine Lohn‑Preis‑Spirale.
Titus Kroder:
Christian, was würde denn mit den Aktienmärkten passieren, wenn die EZB doch deutlich die Zinsen wieder anhebt, um einem neuen Inflationsschub in Euroland frühzeitig den Stecker zu ziehen? Was würdest du erwarten?
Christian Stocker:
Die zentrale Frage ist: Was ist eine deutliche Zinserhöhung? Unter deutlich verstehe ich 100 Basispunkte, also vier Zinserhöhungen in Folge. Davon gehen wir nicht aus.
Unser Szenario ist, dass wir einen Inflationsanstieg auf rund 3 % temporär haben werden.
Inflation wird auf Jahresbasis gemessen. In einem Jahr wird sie nach unserem Szenario wieder deutlich niedriger sein. Wir gehen davon aus, dass die EZB ein bis zwei Zinserhöhungen macht, um zu verhindern, was Philip erwähnt hat – steigende Inflationserwartungen. Ein bis zwei Zinserhöhungen sind für die Märkte auszuhalten. Wichtig ist, was die längerfristigen Zinsen machen. Da erwarten wir kaum einen stärkeren Anstieg, weil die Ölpreisbelastung nur temporär ist.
Solange die Inflationserwartungen im Griff bleiben, wird es keinen Anstieg der längerfristigen Zinsen geben und damit keine nennenswerten Belastungen für die Aktienmärkte.
Titus Kroder:
Eine Frage ist, wie stark sich der Ölpreisschock oder der möglicherweise einsetzende Inflationsschub auf die Aktienmärkte auswirkt. Eine andere ist, wie lange ein solcher Ölschock die Märkte negativ beeinflussen dürfte. Das hängt von der Dauer des Irankriegs ab, aber auch davon, wie lange die Straße von Hormus ein Flaschenhals bleibt. Wie siehst du da die mittelfristige Entwicklung?
Christian Stocker:
Leider haben wir keine Kristallkugel, aber Entwicklungen geben mit Blick auf den Sommer Hoffnung auf allmähliche Deeskalation. Der Iran erlaubt bestimmten Ländern bereits, Öl durch die Straße von Hormus zu liefern, zuletzt Indien, China ist im Gespräch. Können asiatische befreundete Länder wieder liefern, sinkt der Druck auf die Ölpreise.
In den nördlichen Gebieten, Richtung Irak und kurdische Regionen, wurde eine Vereinbarung getroffen, über eine Pipeline Öl in die Türkei zu liefern. Das entspannt ebenfalls.
Auch Saudi‑Arabien kann über eine Pipeline Richtung Rotes Meer Öl liefern, in nennenswerter Größe. Im Roten Meer gibt es zwar Probleme wegen Huthi‑Rebellen, aber nicht so groß wie in Hormus. Es gibt also kleinere Lösungen, die für abnehmenden Druck sorgen.
Und: Präsident Trump hat im November mid-term elections. Er müsste versuchen, die Ölpreise zu senken, um Inflation und Benzinpreise zu dämpfen. Er könnte verkünden, dass der Krieg gewonnen sei und die Ziele erreicht sind. Das könnte er in den nächsten Wochen den Amerikanern verkaufen. Aus meiner Sicht ist es im Interesse der USA, dass im Sommer der Konflikt weitestgehend in Bezug auf die Ölpreise gelöst ist.
Titus Kroder:
Wir haben in den letzten Podcasts ein mögliches Kippen des bisher positiven Momentums an den Finanzmärkten besprochen – einen sogenannten Minsky‑Moment. Jetzt, wo der Ölpreis hartnäckig dreistellig bleibt: Welche Nachricht könnte einen solchen Minsky‑Moment deiner Meinung nach auslösen?
Christian Stocker:
Hyman Minsky hat mit seiner Theorie der finanziellen Instabilität beschrieben, dass ignorieren von Belastungen über lange Zeit zu Krisen führen kann. Wenn Marktteilnehmer selbstzufrieden werden und zu hohe Complacency herrscht, können kleine negative Schocks Vertrauen zerstören.
Ein Beispiel: Wenn ein kleines Unternehmen sagt, die Lieferketten bestimmter Erdölprodukte seien ähnlich angespannt wie in der Corona‑Krise. Obwohl unbedeutend, könnte der Markt Angst bekommen, dass größere Unternehmen betroffen sind. Das könnte zu Panikreaktionen führen. Eine unbedeutende Meldung eines unbedeutenden Marktteilnehmers kann in angespannten Situationen Überreaktionen auslösen.
Titus Kroder:
Ihr hattet in den letzten Ausgaben weitere Risiken angesprochen, etwa Unruhe in den Private‑Credit‑Markets.
Philip, kurz erklärt: Was ist das Problem, was ist das für ein Markt, und was sorgt aktuell für so große Sorgen?
Philip Gisdakis:
Private Credit ist das Komplement zu Private Equity. Credit bedeutet Kredit, nicht Eigenkapital.
Private bedeutet nicht öffentlich, also keine Anleihen. In weiter Definition wären Private‑Credit‑Kredite auch Bankkredite, aber hier geht es um etwas Spezifisches: Kredite an Private‑Equity‑Fonds, um Unternehmen zu übernehmen. Ein Private‑Equity‑Fonds setzt etwas Eigenkapital ein und sehr viel Fremdkapital. Dieser Fremdkapitalanteil ist oft Private Credit.
Der Markt entstand nach der Finanzkrise, weil Banken zurückhaltender wurden. Diese Fonds sind wenig liquide. Man kann Kapital nicht einfach abziehen. Genau das führt zu Headlines: Investoren wollen Kapital abziehen, die Fonds können das nicht erfüllen.
Zusätzlich: Viele von Private Equity erworbene Unternehmen sind Softwareunternehmen. Durch Themen wie AI‑disruption gibt es Zweifel an der Werthaltigkeit der Geschäftsmodelle und der Kreditbedienung.
Es handelt sich also um einen klar definierten Markt mit negativen Kontexten, die Anleger dazu bringen, Risiko abzubauen. Das führt zu weiteren Abzügen, Fonds werden geschlossen, Bewertungen verzerren sich. Wenn zusätzlich Öl‑ und Gasprobleme, Inflation und höhere Zinsen anhalten, kann sich das Thema verschärfen.
Titus Kroder:
Wie gefährlich könnte eine solche breite Panik werden? Viele vergleichen das mit den Subprime‑Krediten vor 2008.
Philip Gisdakis:
Ich habe mich intensiv mit der Finanzkrise beschäftigt und dazu ein Buch geschrieben. Das Thema Subprime wurde damals ein systemisches Thema wegen Leverage und geringer Risikotragfähigkeit auf Bankbilanzen. Vor der Finanzkrise hatten Banken wenig Eigenkapital, Verluste trafen sie stark. Durch Engagement in strukturierten Produkten konnten sich Risiken ins System ausbreiten.
Heute ist das anders: Private‑Credit‑Fonds entstanden ja gerade, weil Banken ihre Bilanzen nicht mehr für solche Risiken öffnen wollten. Selbst wenn Kreditverluste in diesen Fonds steigen (was wahrscheinlich ist), wird das keine systemische Krise auslösen. Das Bankensystem hat heute viel höhere Eigenkapitalquoten. Verluste wären verkraftbar. Es bleibt ein wichtiges Thema, aber kein zweites 2008.
Titus Kroder:
Noch ein Wort zum Dollar in der aktuellen Analyse: Der US‑Dollar zählt zu den Wertgewinnern im Irankonflikt. Ist die Währung doch der sichere Hafen?
Philip Gisdakis:
Ich habe im ersten Podcast gesagt, dass ich am Montag früh als Erstes auf den US‑Dollar geschaut habe, um zu sehen, ob er fester geht. Das war aus meiner Sicht so. Jetzt frage ich mich, ob er fest ist, weil er ein sicherer Hafen ist, oder weil andere Währungen sich abschwächen.
Ich tendiere zu letzterem. Die Probleme, die den Dollar vorher geschwächt haben – hohe Staatsverschuldung, Risiken im Unternehmenssektor, AI‑Blasen, politische Unsicherheit – sind weiter da und werden durch den Krieg teils verstärkt. Der Krieg ist teuer, die Staatsverschuldung steigt, Finanzierungskosten steigen. Das kann Vertrauen in den Dollar weiter beschädigen.
Momentan geht der festere Dollar in Ordnung, aber die grundsätzliche Infragestellung des Dollar‑Status könnte sogar beschleunigt werden.
Titus Kroder:
Christian, der Dollar ist eine wichtige Größe für alle Investoren, die in Emerging Markets investieren. Was bedeutet der Dollaranstieg für diese Assetklasse?
Christian Stocker:
Wenn der Dollar wirklich stärker wäre, wäre das eine Belastung für Emerging Markets.
Wir gehen aber davon aus, dass der Dollar strukturell zur Schwäche neigen wird. Zwei Fakten sprechen für anhaltende Stärke der Emerging Markets: Erstens: Die Jahresperformance liegt bei +8 % seit Jahresanfang, mehr als andere Regionen.
Zweitens: In Erholungsphasen steigen Emerging Markets überproportional. Der strukturelle Trend ist intakt. In Asien treibt der Technologiesektor mit starkem Fokus auf künstliche Intelligenz.
Das bietet Alternativen zu hoch bewerteten US‑Werten.
In Lateinamerika dominiert das Rohstoffthema. In Osteuropa wachsen Länder schneller als der EU‑Durchschnitt und bieten Banken‑ und Industriesektoren. Emerging Markets sind ein klarer Treiber globaler Aktienmärkte.
Titus Kroder:
Christian Stocker und Philip Gisdakis waren das mit einem Update zum aktuellen Irankonflikt.
Der Ölpreis ist derzeit das Maß aller wirtschaftlichen Dinge. Von Notenbankchefs bis zu Aktienstrategen haben alle den Ölpreis im Blick, und auch wir behalten ihn weiter im Auge.
Danke an unsere Experten. Wir sind wieder am 7. April mit einer regulären Ausgabe für Sie da, zum wichtigen Thema der Wahl in Ungarn, dann mit der HVB Ungarn‑Expertin Esther Gárgyán direkt aus Budapest, möglicherweise auch zwischendurch mit einem weiteren Update zur Iran‑Krise. Ich hoffe, Sie fühlen sich auf dem neuesten Stand und können als Anleger entscheiden.
Schreiben Sie uns an markt‑briefing@unicredit.de.
Wir sagen Tschüss, bis zum nächsten Mal.
Christian Stocker, Philip Gisdakis und Titus Kroder.