Die Kunsthalle München begeistert seit ihrer Gründung im Jahr 1985 über 300.000 Besucher jährlich. Gelegen in den FÜNF HÖFEN im Herzen Münchens, organisiert die Kunsthalle drei Ausstellungen im Jahr und hat einen internationalen Ruf erlangt. Als bedeutendste Einrichtung der Hypo-Kulturstiftung setzt sie auf höchste künstlerische Qualität und modernste Ausstellungstechnik und verleiht Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Kunsthandwerk und Design einen inspirierenden Rahmen.

Geöffnet

Täglich 10 - 20 Uhr

So finden Sie uns

Theatinerstr. 8
80333 München
(in den FÜNF HÖFEN)

Demnächst:
17.08.2018 - 13.01.2019: LUST DER TÄUSCHUNG
Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality

Auf unser Auge allein ist kein Verlass. Die digitale Bildbearbeitung ist mittlerweile so perfekt, dass genaues Hinsehen nicht ausreicht, um wissen zu können, womit wir es zu tun haben: Fakt oder Fiktion. Das ist kein neues Phänomen: Optische Täuschungen, Illusionen, visuelle Tricksereien und Fälschungen gab es schon immer – besonders in der Kunst. Seit der Antike spielen Künstler mit unserer Wahrnehmung und beweisen ein ums andere Mal, wie einfach wir zu täuschen sind. Mit Beispielen aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und interaktiver Virtual-Reality-Kunst bietet die Ausstellung einen höchst unterhaltsamen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte von Schein und Illusion.

Eine Ausstellung wie eine Wunderkammer

Die Ausstellung fasst über vier Jahrtausende Augentäuschung zu einem aufregend inszenierten Kunsterlebnis zusammen – in jedem Raum warten neue Überraschungen. Dabei gilt es, sowohl unbekanntere Künstler zu entdecken als auch Werke großer Meister der Kunst- und Designgeschichte zu bestaunen, darunter Cornelis Gijsbrechts, Viktor&Rolf, Laurie Anderson, Jean Paul Gaultier, Thomas Demand, Gerhard Richter, Andy Warhol und viele weitere. Allesamt verunsichern sie auf amüsante Weise unsere gewohnte Sicht auf die Welt.

Die Geschichte der Täuschung

Seit jeher suchen Künstler nach neuen Möglichkeiten, um ihr Publikum auszutricksen und es mit ihrer Kunstfertigkeit zu verblüffen. Schon antike Fresken simulieren höchst überzeugend Dreidimensionalität. Barocke Kirchendecken verfeinern solche Illusionstechniken und öffnen scheinbar den Blick in göttliche Sphären. Im 17. Jahrhundert, dem Höhepunkt der täuschenden Malerei, waren es außerdem die sog. Trompe-l’œils (Augentäuschungen), die ihre Betrachter in den Bann zogen: Diese Gemälde sind so perfekt ausgearbeitet, dass man meinen könnte, die dargestellten Gegenstände ragen aus den Bildern heraus. Heute hält die digitale Virtual-Reality-Technik schier unendliche Möglichkeiten bereit, die lange Tradition der optischen Täuschungen auf bisher ungeahnte Weise zu erweitern.

Die Freude der Ent-Täuschung

Oft sind es schon die kleinen Irreführungen, die überraschen und amüsieren. Ein Kohlkopf entpuppt sich als Porzellanterrine. Was ein gefaltetes Herrenhemd zu sein scheint, ist tatsächlich meisterhaft detailreich in Marmor gehauen. Eine Lichtinstallation ist so geschickt konstruiert, als blicke man, in einen Raum von unendlicher Tiefe. Die Freude ist immer genau dann besonders groß, wenn wir zwar wissen, dass wir es mit einem Trick zu tun haben, aber trotzdem immer wieder darauf reinfallen.

Immer wieder staunen

Jede Entwicklung im Bereich der Optik fordert die menschliche Wahrnehmung aufs Neue heraus: Der illusionistischen Wirkung eines Schwarz-Weiß-Films der Gebrüder Lumière konnten sich 1896 die damaligen Zuschauer – so die berühmte Anekdote – nicht entziehen: Sie meinten, ein Zug würde aus der Leinwand auf sie zurasen. Beim heutigen Betrachter löst dieser Film keinen vergleichbaren Effekt mehr aus. Ähnlich überraschende Momente können die Besucher jedoch in der Ausstellung erleben, wenn sie eine Virtual-Reality-Brille aufsetzen und in schwindelerregende Welten eintauchen – noch ist das Medium so neu und die Umsetzung so überraschend, dass unsere Wahrnehmung eindrucksvoll getäuscht wird.

Offizielle Hashtags zur Ausstellung
#SchaugenauMuc #KunsthalleMuc

Einblick in die Ausstellung

Vorschau: Samurai

Pracht des japanischen Rittertums. Die Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller

1. Februar – 30. Juni 2019

Über Jahrhunderte prägten die Samurai die Geschichte Japans – nicht nur als Krieger, sondern auch als politische Elite. Ihr Mythos erzählt von Tapferkeit und Disziplin, von Loyalität und nobler Selbstaufopferung – aber auch von Verrat, Intrigen und erbarmungsloser Gewalt. Ihre mit höchster Handwerkskunst aus edlen Metallen und kostbaren Stoffen hergestellten Rüstungen waren nicht nur wirkungsvolle Schutzpanzer, sondern auch imposante Statussymbole. Die Ausstellung lässt anhand prächtigster Exponate die spannungsvolle Geschichte des japanischen Rittertums lebendig werden.

Vergangene Ausstellungen

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