Kunstlerförderung

Künstlerförderung

Die HypoVereinsbank erweitert ihr langjähriges Kunst- und Kulturengagement um die Förderung von aufstrebenden NachwuchskünstlerInnen im Rahmen der Initiative „Art4Future“.

ars viva-Preis für Bildende Kunst

Die HypoVereinsbank fördert den renommierten ars viva-Preis 2020/21 für Bildende Kunst, der vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. vergeben wird, und unterstützt dadurch aufstrebende Talente. Der traditionsreiche Nachwuchspreis wird an Künstlerinnen und Künstler verliehen, deren Arbeiten sich durch ein richtungsweisendes Potential auszeichnen.

Die Preisträger des ars viva-Preises 2020/21 sind Rob Crosse (*1985), Richard Sides (*1985) und Sung Tieu (*1987), die aus 45 vorgeschlagenen Künstlerinnen und Künstlern gekürt wurden. Dieses Engagement der HypoVereinsbank ist Teil der Art4Future Initiative, welche u.a. darauf abzielt, aufstrebende Künstlerinnen und Künstler zu fördern.

Kunst schafft Bewusstsein - daher ist für uns die Förderung von Kunst und Kultur ein Mittel, um die Menschen zu mehr Kreativität, Optimismus und Aufgeschlossenheit zu inspirieren und so ein besseres Miteinander in der Gesellschaft zu ermöglichen. Der ars viva-Preis bietet talentierten Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern eine Plattform, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren."
Dr. Michael Diederich
Sprecher des Vorstands der HypoVereinsbank

Bereits seit 1953 vergibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. den ars viva-Preis an herausragende junge, in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler. Dabei stehen die eigenständige Formensprache und das Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen im Vordergrund. Jährlich werden drei herausragende Positionen von Künstlerinnen und Künstlern unter 35 Jahren, die in Deutschland leben und arbeiten, durch eine Jury ausgewählt und für ein Jahr mit dem ars viva-Preis gefördert.

Der aktuelle ars viva-Zyklus ermöglicht den Preisträgern Ausstellungen im Museum Angewandte Kunst Frankfurt (10. Oktober 2020 bis Januar 2021) und im Kunstverein Hannover (Frühjahr/Sommer 2021). Weiterhin umfasst die Auszeichnung einen zweisprachigen Ausstellungskatalog, ein Preisgeld in Höhe von jeweils 5.000 Euro für die Künstlerinnen und Künstler sowie eine Künstlerresidenz beim Fogo Island Arts Program (Kanada).

Dr. Clemens Börsig, Vorstandsvorsitzender des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V
., sagt zur nun beginnenden Kooperation: "Kunst und Kultur sind unverzichtbare Ressourcen für die Gesellschaft und zugleich auch Inspirationsquelle für Akteure in der Wirtschaft. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der HypoVereinsbank, durch die wir die Strahlkraft des Preises noch verstärken können."

 

Die dazugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

Weitere Informationen zum ars viva-Preis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. und einen Kurzfilm zur Ausstellung der Preisträger im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main finden Sie hier 

Künstlercube "K4"

Darüber hinaus hat die HypoVereinsbank mit dem Künstlercube "K4" eine exklusive Plattform im Private Banking Bereich in München für NachwuchskünstlerInnen etabliert. Hierbei steht den KünstlerInnen ein gläserner Kubus als besondere Ausstellungsfläche für ca. ein halbes Jahr zur Verfügung, für den sie ein eigenes Kunstkonzept erstellen und präsentieren können.

In den letzten Jahren haben u.a. ausgestellt: Felix Rodewaldt, Amadeo Polazzo und Konstantin Landuris: 

Können wir dem gesprochenen Wort wirklich seine exakte Bedeutung beimessen oder gibt es dahinter noch einen zusätzlichen Urklang, ein anderes Frag/ment, eine „Buchstaben- Mathematik“, die uns verborgen bleibt? Zuerst sehen wir das Wort wie es ist, dann sehen wir in das Wort hinein und dann sehen wir hindurch, bis es sich gänzlich auflöst."
Marc Thalberg

Aktuell stellt Marc Thalberg seine Installation "Ortlos" aus. Der Künstler sucht nach der Mehrdeutigkeit und Sinnhaftigkeit von Worten und Sprache. 550 miteinander verbundene, in lange vorhangartige Reihen gegliederte und mit unterschiedlichen Wörtern beschriftete Folien vereinen sich zu einer schwebenden Begriffswolke inmitten des Künstlerkubus. Indem er auf verspielte Art und Weise Begriffe inspiziert, legt er dem Wort inhärente Silben offen. Die dabei entstehenden sinnbildlichen Assoziationen richten eine neue Aufmerksamkeit auf die Ambiguität der elementaren Wesensstruktur eines Wortes. 

Marc Thalberg "Ortlos", 2020, Installation aus Overheadprojektor, Folien, Klebeband, Bindfaden und Filzmarker, 326,7 x 145 x 250 cm, © Marc Thalberg

KidsArt4Future

Wie die Arbeitswelt der Zukunft in der Vorstellung von Kindern aussieht, macht die Initiative "KidsArt4Future" deutlich: Technisierung, Mobilität, Agilität und Work-Life-Balance sind die wiederkehrenden Motive im Kindermalwettbewerb. An dem Wettbewerb, der in 2020 ausgerufen wurde, konnten Kinder der Mitarbeitenden der HypoVereinsbank teilnehmen.

Im Anschluss wählte ein Expertengremium aus allen Einsendungen insgesamt drei Motive aus. Von diesen Kinder-Zeichnungen inspiriert, kreierten die aufstrebenden KünstlerInnen Boban Andjelkovic, Gabi Blum und Anna Schölß eigene Kunstwerke, welche von der HypoVereinsbank erworben wurden. Die Bank setzt damit einen weiteren Akzent in der Förderung aufstrebender KünstlerInnen.

Der Wettbewerb wurde gruppenweit in den verschiedenen UniCredit-Märkten in leicht unterschiedlichen lokalen Formaten durchgeführt – immer mit dem gleichen Ziel, NachwuchskünstlerInnen zu unterstützen und Kinder dazu zu bringen, ihre Sicht der Zukunft zu zeigen.

Boban Andjelkovic "People Helper", 2020, Aquarell auf Büttenpapier, 81 x 61 cm, (c) Boban Andejelkovic

Boban Andjelkovic "People Helper"

Boban Andjelkovic fügte für sein Aquarell die zentralen Bildelemente der Zeichnung eines 8-Jährigen neu zusammen. Die freundliche technische Hilfskraft in Form eines Roboters steht im Zentrum der Zeichnung. Das Ergebnis „People Helper“ steht sowohl für den kreativen Prozess als auch für technischen Fortschritt und eine positive gemeinsame Zukunft.


Boban Andjelkovic "People Helper", 2020, Aquarell auf Büttenpapier, 81 x 61 cm, © Boban Andejelkovic

Informationen zum Künstler

Boban Andjelkovic ist ein aufstrebender Künstler mit hohem zukunftsweisendem Potenzial und künstlerischer Qualität. Im Jahr 2017 erhielt er ein Stipendium der Cité International des Arts, Paris, Frankreich sowie 2014 den Bayerischen Kunstförderpreis. In seiner Kunst wirft der Künstler grundlegende Fragen zur Sinnhaftigkeit der Malerei als zeitgenössisches Medium auf, das für ihn als Antipode zur digitalen Welt fungiert. Seine Malerei ist manchmal grotesk und zügellos und manchmal auch humorvoll und naiv anmutend. Zugleich werden neue ästhetische Zusammenhänge entwickelt und mit konzeptuellen Ansätzen kombiniert.

Weitere Informationen zum Künstler finden Sie hier .

Gabi Blum "Die Leiter halten (working 9-5)", 2020, Fotografie, 39 x 32 cm, (c) Gabi Blum / VG Bild-Kunst Bonn, 2020

Gabi Blum "Die Leiter halten (working 9-5)"

In Gabi Blums Installation „Die Leiter halten (working 9 to 5)“, für die sie sich von einer Zeichnung eines 6-jährigen Jungen inspirieren ließ, bekommen Leitern eine zentrale Symbolik. Da in dem Bild des Jungen keine Menschen zu sehen sind, stand für die Künstlerin die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle sie selbst im Bild spielen könnte. Als Kulisse für die Interpretation wählte sie ihren eigenen Arbeitsplatz – das Atelier – und probierte aus, wie sie sich mit ihrer eigenen Arbeitsweise in der Szenerie bewegen kann. Ihre Rolle und das Erkunden der Installation hat sie in einer Fotocollage festgehalten, die sie mit ausgewählten Fragmenten aus der Installation ergänzt.

Gabi Blum "Die Leiter halten (working 9-5)", 2020, Fotografie, 39 x 32 cm, © Gabi Blum / VG Bild-Kunst Bonn, 2020

Informationen zur Künstlerin

Gabi Blum arbeitet genre- und ereignisübergreifend: Sie kombiniert begehbare Installationen, Performance, Malerei und Video. Darüber hinaus schafft sie Denk- und Assoziationsräume durch Zitate aus dem kollektiven Bildgedächtnis der westlichen Pop- und Medienkultur. Blum studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Stephan Huber. Sie erhielt diverse Auszeichnungen und Förderungen, u.a. 2015 den Bayerischen Kunstförderpreis und die Debütantenförderung sowie 2017 das USA Stipendium des Freistaats Bayern und 2018 das Stipendium zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre.

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie hier

Anna Schölß "Under the table (and dreaming)", 2020, Öl auf Leinwand, 150 x 120 cm, (c) Anna Schölß

Anna Schölß "Under the table (and dreaming)"

Auf Basis der Zeichnungen von zwei 5-jährigen Geschwistern erstellte Anna Schölß ihr Ölgemälde „Under the table (and dreaming)“. In deren Zeichnungen bildet der Platz unter dem Schreibtisch der Mutter den einzigen „nicht besetzten“ Raum, der gleichzeitig einladend und als eine Art Zufluchtsort wirkt. Sie sieht darin einen aktiven und kreativen Vorschlag zur Gestaltung eines optimalen Arbeitsplatzes für die Eltern, an dem es auch einen Wunschplatz für die Kinder gibt. Die Künstlerin hat in ihrem Ölgemälde bewusst konkrete Formen aus den Zeichnungen immer wieder durch Übermalungen gebrochen. Es soll kein Narrativ stehen bleiben, sondern ein assoziativer, abstrakter Eindruck der Gesamtsituation, eine freie, fabelhafte Spielwiese in neongelb.

Anna Schölß "Under the table (and dreaming)", 2020, Öl auf Leinwand, 150 x 120 cm, © Anna Schölß

Informationen zur Künstlerin

Die Leidenschaft für Raum und Farbe spiegelt sich in ihrer Ausbildung wider: Sie studierte Bühnen- und Kostümbild, dann Malerei und Grafik und schloss ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München ab. "In meinen aktuellen Arbeiten kreise ich um das Thema der Transformation von Räumen und Lebensentwürfen.“ Anna Schölß' typischer Malstil ist ein Farbauftrag, der im Kontrast zwischen frei fließender Farbe und dick aufgetragenen, spröden Akzenten und feinen, sensiblen Nuancen steht. Sie greift auf ein reduziertes Farbspektrum zurück – Türkis, Neongelb und Schwarzgrau –, das die Farbelemente teils präzise, teils vage wirken lässt und den Bildern eine transzendente, in Bann ziehende Ausstrahlung verleiht.

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie hier .

Wie sich die Zukunft aus den Augen unserer Kinder gestaltet, ist ein Spiegel für die Gesellschaft. Wir können aus den Ideen und Perspektiven unserer Kinder viel lernen. Gleichzeitig dienen die Zeichnungen aus dem Wettbewerb als Inspirationsquelle für neue Kunstwerke von drei aufstrebenden KünstlerInnen, die wir in ihrem Schaffen unterstützen wollen."
Dr. Michael Diederich
Sprecher des Vorstands der HypoVereinsbank
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