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27.01.2026 Firmenkunden
Vorsichtiger Optimismus: Deutsche Unternehmen passen sich an ein weiterhin volatiles Umfeld an (PDF, 181.51 KB)

Vorsichtiger Optimismus: Deutsche Unternehmen passen sich an ein weiterhin volatiles Umfeld an

• Die 25. German Corporate Conference (GCC) von UniCredit und Kepler Cheuvreux zeigt: Transformations- und Investitionsthemen gewinnen 2026 im deutschen Unternehmenssektor an Tempo
• Der Ausblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung: vorsichtig optimistisch
• Auf der Aktienkapitalmarkt‑Konferenz waren rund 150 Unternehmen aus Deutschland und Österreich sowie mehr als 450 internationale institutionelle Investor:innen vertreten

Die Stimmungslage bei den Unternehmen und Investor:innen auf der von UniCredit und Kepler Cheuvreux gemeinsam ausgerichteten German Corporate Conference 2026 in Frankfurt war geprägt von einer Mischung aus Vorsicht und pragmatischem Optimismus. Trotz geopolitischer Spannungen, hoher Energiepreise, Lieferkettenrisiken und nach wie vor struktureller Unsicherheiten herrscht für 2026 eine positivere Stimmung als noch im letzten Jahr – vor allem in den Wachstumsindustrien Verteidigung, Infrastruktur/Energie und Technologie.

„Deutsche Großunternehmen denken trotz aller Unsicherheiten in Lösungen und investieren strategisch. Sie haben akzeptiert, dass sie auf Basis heutiger Informationen und Regulatorik neue Projekte identifizieren müssen, die profitabel und zukunftsfähig sind“, sagt Marion Bayer-Schiller, Head of Large Corporates, HypoVereinsbank/UniCredit. “Deshalb treiben Kunden parallel Dekarbonisierung, Digitalisierung und Transformation ihrer Geschäftsmodelle voran.“

Verteidigung und Energie sind Impulsgeber
Ökonom:innen der UniCredit rechnen für die deutsche Wirtschaft mit einem Wachstum von 1,2 Prozent für 2026, 1,9 Prozent für 2027. Ein zentraler Treiber des Anstiegs ist die fiskalische Bazooka in Form höherer Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur, deren positive Wirkung in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter zunehmen dürfte. Die zusätzlichen Mittel für Infrastruktur sind explizit auf entscheidende Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtet, wie etwa die Verringerung von Verkehrsengpässen und die Förderung der Digitalisierung. Darüber hinaus haben höhere Verteidigungsausgaben das Potenzial, für den militärischen und zivilen Sektor eine Win-Win-Lösung zu werden, da Innovationen und technologische Spillover-Effekte einsetzen. 

„Verteidigung und Deep Tech sind entscheidend für die technologische Souveränität Europas, doch Start-ups und spezialisierte mittelständische Unternehmen benötigen schnellere und besser vernetzte Finanzierungsstrukturen“, sagt Marco Iannaccone, Head of Client Solutions HypoVereinsbank/UniCredit in Deutschland. „Mit unserem spezialisierten Tech-Team unterstützen wir seit mehr als zehn Jahren junge Technologieunternehmen, und dank unserer tiefen Branchenexpertise können wir inzwischen auch Defence-Tech-Unternehmen begleiten – im Einklang mit unseren klaren ESG-Standards.“

Die gestiegenen Energiepreise sowie die Notwendigkeit, Wirtschaft und Industrie resilienter aufzustellen, bleiben strukturelle Herausforderungen. Viele Unternehmen investieren daher verstärkt in erneuerbare Energien, den Ausbau der Stromnetze sowie umfassende Modernisierungen ihrer Infrastruktur.

„Energie, Infrastruktur und Sicherheit bleiben Kernthemen für unsere Kunden – und gleichzeitig zentrale Stellhebel für Wettbewerbsfähigkeit und Transformation in Europa“, sagt Richard Burton, Head of Client Solutions, UniCredit. „Genau hier unterstützen wir sie: mit fundierter Beratung, klaren Analysen und maßgeschneiderten Finanzierungsstrukturen – damit Unternehmen ihre strategischen Ziele auch in einem unsicheren Umfeld zuverlässig erreichen können.“

Mittelständische Unternehmen forcieren Digitalisierung
Der Mittelstand braucht besseren Zugang zu Kapital, insbesondere um Investitionen in Innovation, Nachhaltigkeit und Wachstum umzusetzen. Gleichzeitig besteht hoher Nachholbedarf bei digitaler Infrastruktur und entsprechenden Kompetenzen. Zudem machen neue ESG‑ und Lieferkettenanforderungen den Aufbau strukturierter und zuverlässiger ESG-Datensysteme unverzichtbar. Besonders dynamisch entwickelt sich das Umfeld rund um die Verteidigungsindustrie: Zahlreiche Zulieferer erweitern Kapazitäten, stärken ihre Resilienz und suchen langfristige Finanzierung für nachhaltiges Wachstum.

Ein zentrales Thema über alle Branchen hinweg bleibt der Generationenwechsel. Nach Jahren globaler Unsicherheiten wurde die Nachfolge oft verschoben. Die neue Plattform DealSync von UniCredit schließt eine zentrale Lücke, um diesen Investitionsstau zu lösen: Durch KI-gestütztes Matching passender Käufer und Verkäufer.

„Der Mittelstand bleibt Rückgrat der deutschen Wirtschaft – auch in sicherheitsrelevanten Lieferketten. Gleichzeitig steht er vor einer historischen Nachfolgewelle. Mit Dealsync bieten wir eine Lösung für Segmente, die sich weniger gut für klassische M&A‑Strukturen eignen. Schon wenige Monate nach dem Start verzeichnen wir eine beeindruckende Zahl an Leads und spüren deutlich, wie groß der Wunsch nach strukturiertem Zugang zu geeigneten Nachfolgepartnern ist“, sagt Martin Brinckmann, Head of Small & Medium Corporates, HypoVereinsbank/UniCredit.

Kapitalmarkt: Aktivität nimmt langsam Fahrt auf
Der Kapitalmarkt bleibt volatil, jedoch ausreichend liquide. Nach verhaltenen Jahren baut sich eine solide Pipeline für mögliche Börsengänge, Spin‑offs und sektorale Transaktionen auf. Die Private‑Equity‑Branche bleibt aufgrund hoher Liquidität ein bedeutender Akteur. Besonders attraktiv bleibt der Small‑ und Mid‑Cap‑Bereich, da hier weiterhin Bewertungsabschläge gegenüber Large Caps bestehen.

„Wir sehen über alle Sektoren hinweg zunehmendes Interesse an M&A‑Aktivitäten. Unternehmen nutzen Kapitalmarktfenster wieder gezielter und fokussieren sich auf ihr Kerngeschäft. Genau deshalb sind Formate wie die GCC so wertvoll: Sie bringen die relevanten Akteure zusammen und ermöglichen Gesprächsanstöße, die später in Transaktionen münden,“ sagt Sam Kendall, Head of Advisory & Financing Solutions bei UniCredit.

Über HypoVereinsbank
Die HypoVereinsbank ist Teil der UniCredit, einer paneuropäischen Geschäftsbank mit einem einzigartigen Angebot in Italien, Deutschland sowie Zentral- und Osteuropa. Unser gruppenweiter Anspruch lautet: Empower Communities to Progress. Er beinhaltet, allen Beteiligten das Beste zu bieten und dadurch das Potenzial unserer Kund:innen sowie unserer Mitarbeiter:innen in ganz Europa zur Entfaltung zu bringen.

Wir betreuen mehr als 15 Millionen Kund:innen weltweit. Sie sind der Mittelpunkt unseres Handelns auf allen unseren Märkten. Die UniCredit setzt sich aus vier Kernregionen und zwei Produktbereichen zusammen, die Lösungen für Unternehmens- und Privatkund:innen bieten. So können wir nahe an unseren Kund:innen sein und das Leistungsspektrum der gesamten Gruppe nutzen, um alle Märkte mit den besten Produkten zu versorgen.

Die Digitalisierung und das klare Bekenntnis zu den ESG-Grundsätzen sind wesentliche Voraussetzungen für unsere Dienstleistungen. Sie unterstützen uns dabei, unsere Stakeholder hervorragend zu begleiten und eine nachhaltige Zukunft für unsere Kund:innen, unsere Gemeinschaften und unsere Mitarbeiter:innen zu gestalten.

Pressekontakt

Birgit Zabel