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13.05.2013 Quartalszahlen/Bilanz
HVB Group: Guter Start im ersten Quartal, Ergebnis vor Steuern von 613 Mio € belegt solide Verfassung des Geschäftsmodells und der Bank, weiterhin exzellente Kapitalausstattung
  • Konzernüberschuss nach Steuern beträgt 403 Mio €
  • Ergebnis vor Steuern im Vorjahresquartal durch positiven CVA Effekt in Höhe von 395 Mio € verzerrt
  • Alle Geschäftsbereiche mit positivem Ergebnisbeitrag
  • Nochmalige Steigerung der Core Tier 1 Ratio auf Rekordhoch von 18,0%
  • Verwaltungsaufwand ggü. Vorjahr um 1,9% gesenkt
  • Neuer Segmentzuschnitt als Folge der strategischen Neuausrichtung

Die UniCredit Bank AG (im Folgenden auch HypoVereinsbank) legt heute ihr Geschäftsergebnis für das erste Quartal des Jahres 2013 vor. Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2013 wird auf der Investor Relations Website im Internet unter www.hvb.de/ir veröffentlicht.

Geschäftsentwicklung im Zeitraum 1.1. bis 31.3.2013

Ergebnis der HVB Group

In einem weiterhin herausfordernden Kapitalmarktumfeld erzielte die HVB ein gutes Ergebnis vor Steuern in Höhe von 613 Mio €. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartalswert ist zu berücksichtigen, dass dieser durch einen Sonderertrag im Handelsergebnis aus der Auflösung von Credit Value Adjustments (CVA) in Höhe von 395 Mio € begünstigt war. Ohne diesen Effekt beträgt der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern gegenüber dem ersten Quartal 2012 auf normalisierter Basis 113 Mio €.

Ein wesentlicher Faktor für den Ergebnisrückgang ist der bei weiterhin niedrigem Zinsniveau und anhaltend schwacher Kreditnachfrage rückläufige Zinsüberschuss (- 160 Mio €). Mit einem Anstieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,8% bzw. 12 Mio € auf 327 Mio € entwickelte sich dagegen der Provisionsüberschuss trotz der anhaltenden Zurückhaltung und des Ausweichens der Kunden auf Produkte mit geringeren Margen erfreulich. Alle Handelsbereiche erzielten positive Ergebnisbeiträge. Der deutliche Rückgang des Handelsergebnisses um 432 Mio € gegenüber dem ersten Quartal 2012 geht vor allem auf den im Vorjahr angefallenen Sondereffekt aus der Auflösung von Credit Value Adjustments (395 Mio €) zurück. Auf normalisierter Basis betrug der Rückgang lediglich 37 Mio €. Ferner erhöhten sich die Sonstigen Erträge/Aufwendungen um 21 Mio € auf 49 Mio €.

Die Verwaltungsaufwendungen konnte die Bank gegenüber dem ersten Quartal 2012 trotz einer Inflationsrate von 1,8% und den gestiegenen regulatorischen Kosten um erfreuliche 1,9% auf 883 Mio € senken. Die Cost-Income-Ratio lag für das erste Quartal 2013 mit 57,9% weiterhin sowohl im internationalen als auch im nationalen Vergleich auf einem, für eine Universalbank, sehr guten Niveau. Die Kreditrisikovorsorge blieb mit 89 Mio € gegenüber dem Vorjahr (90 Mio €) nahezu unverändert.

Die strategische Neuausrichtung der UniCredit Gruppe hat zu einer Neuordnung von Verantwortlichkeiten und zur vollen Re-Regionalisierung des kommerziellen Bankgeschäfts geführt. Zum Jahreswechsel hat die HVB Group ihren Segmentzuschnitt entsprechend angepasst. Beginnend mit dem ersten Quartal 2013 wird das Geschäft der Privatkunden Bank und der Unternehmer Bank in Deutschland im Geschäftsbereich Commercial Banking gebündelt.

Darüber hinaus weist die HVB Group die Geschäftsbereiche Corporate & Investment Banking und Asset Gathering (Direktbankgeschäft) sowie die Cost Center Global Banking Services
und Sonstige/Konsolidierung aus. Die im Zwischenbericht zum 31. März 2013 ausgewiesenen Erfolgszahlen sowie die Vorjahreszahlen wurden entsprechend des neuen Segmentzuschnitts dargestellt.

Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands der HypoVereinsbank:

"Wir haben im ersten Quartal erneut ein gutes Ergebnis erzielt. Damit belegen wir ein weiteres Mal die solide Verfassung unseres Geschäftsmodells und der Bank. Als stark kundenorientierte Bank haben auch wir Ertragseinbußen durch die niedrigen Zinsen hinnehmen müssen, konnten aber andererseits auch weitere Kostensenkungen erzielen.

Nach den vorgenommenen organisatorischen Änderungen auf Ebene der UniCredit Gruppe und auch bei der HypoVereinsbank berichten wir in diesem Quartal erstmals in der neuen Struktur:
Wir weisen unter anderem die Ergebnisse für das Commercial Banking und das Corporate & Investment Banking getrennt aus; ein Reporting, das der Gruppe und dem anderer großer Universalbanken entspricht. Wir sind davon überzeugt, dass unsere neue Aufstellung im Commercial Banking uns in die Lage versetzt, unsere Position im deutschen Bankenmarkt weiter auszubauen."

Geschäftsbereiche

Der Geschäftsbereich Commercial Banking (CB) erzielte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 115 Mio €, das um 24 Mio € unter dem Vorjahresergebnis lag. Dabei wurde der Anstieg des Operativen Ergebnisses um 7 Mio € durch die im Rahmen einer beginnenden Normalisierung um 14 Mio € höhere Kreditrisikovorsorge sowie durch im Berichtsquartal nicht mehr angefallene Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen überkompensiert.

Der Geschäftsbereich Corporate & Investment Banking (CIB) erreichte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 282 Mio € (erstes Quartal 2012: 893 Mio €; normalisiert um CVA-Effekt: 498 Mio €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem im Berichtsquartal nicht mehr enthaltenen Sonderertrag aus Credit-Value-Adjustments, der zu einem Rückgang des Handelsergebnisses um 533 Mio € führte, sowie aus einem um 134 Mio € gesunkenen Zinsüberschuss.

Der Geschäftsbereich Asset Gathering erwirtschaftete ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 5 Mio €, das insbesondere wegen des niedrigeren Zinsüberschusses das Vorjahresergebnis vor Steuern (8 Mio €) nicht ganz erreichte.

Kapital und Liquidität

Das Kernkapital gemäß KWG ohne Hybridkapital (Core Tier 1-Kapital) der HVB Group erhöhte sich zum 31. März 2013 gegenüber dem Jahresultimo 2012 leicht um 0,1 Mrd € auf 19,2 Mrd €. Insbesondere infolge der verringerten Gesamtrisikoaktiva stieg die Core Tier 1 Ratio zum 31. März 2013 auf ein neues Rekordhoch von 18,0% (31. Dezember 2012: 17,4%). Das Kernkapital der HVB Group (Tier 1-Kapital) belief sich zum 31. März 2013 auf 19,3 Mrd € (31. Dezember 2012: 19,5 Mrd €). Aufgrund des Rückgangs der Gesamtrisikoaktiva stieg die Kernkapitalquote nach Basel II (Tier 1 Ratio) auf 18,1% (31. De¬zember 2012: 17,8%). Die Eigenmittel lagen per 31. März 2013 bei 20,9 Mrd € (31. Dezember 2012: 21,2 Mrd €). Die Eigenmittelquote belief sich per Ende März 2013 auf 19,6% (31. Dezember 2012: 19,3%).

Die Liquidität eines Kreditinstituts wird bankaufsichtsrechtlich anhand der Liquiditätskennzahl gemäß KWG/LiqV beurteilt. Diese Kennzahl setzt die innerhalb eines Monats verfügbaren Zahlungsmittel ins Verhältnis zu den in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpflichtungen. Die Liquidität gilt als ausreichend, wenn der Kennzahlenwert mindestens 1,00 beträgt. In der HVB belief sich der Wert per Ende März 2013 auf 1,30 nach 1,38 zum Jahresultimo 2012.

Ansprechpartner für Presse
Claudia Bresgen
Ansprechpartner für Presse
Markus Huber

HypoVereinsbank
Arabellastraße 12
81925 München
Deutschland
http://www.hypovereinsbank.de