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14.11.2012 Quartalszahlen/Bilanz
HVB Group übertrifft nach neun Monaten 2012 mit einem Ergebnis von 2,05 Mrd € vor Steuern bereits das Ergebnis vor Steuern des Gesamtjahres 2011 (1,6 Mrd €), weiterhin hervorragende Kapitalausstattung, Liquidität und Refinanzierung
  • Vorsteuerergebnis Q3 2012 liegt bei 493 Mio € nach 73 Mio € in Q3 2011
  • Konzernüberschuss nach neun Monaten bei 1,2 Mrd €
  • Positive Ergebnisse aus allen Divisionen
  • Deutlicher Anstieg des Handelsergebnisses auf 1,1 Mrd €
  • Verwaltungsaufwand leicht reduziert auf 2,7 Mrd €
  • Exzellente Core Tier 1 Ratio noch verbessert auf 17,5%

Die UniCredit Bank AG (im Folgenden auch HypoVereinsbank) legt heute ihr Geschäftsergebnis für das dritte Quartal des Jahres 2012 vor. Der vollständige Zwischenbericht zum 30. September 2012 wird auf der Investor Relations Website im Internet unter www.hvb.de/ir veröffentlicht.

Geschäftsentwicklung im Zeitraum 1.1. bis 30.9.2012
Ergebnis der HVB Group
In einem weiterhin herausfordernden Kapitalmarktumfeld konnte die HVB mit einem Ergebnis von 2,05 Mrd € vor Steuern nach neun Monaten 2012 das Ergebnis vor Steuern des Gesamtjahres 2011 (1,6 Mrd €) bereits übertreffen. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis nach neun Monaten lag das Ergebnis um 57 Mio € bzw. 2,9% höher. Der Konzernüberschuss in Höhe von 1.220 Mio € lag nach neun Monaten auf Vorjahreshöhe. Dazu haben auch positive Entwicklungen aus erfolgswirksamen Veränderungen von Rückstellungen und aus dem Finanzanlageergebnis beigetragen.

Das operative Ergebnis reduzierte sich nach Kreditrisikovorsorge um 438 Mio € bzw. 19,8% auf 1.773 Mio €. Dazu trug eine sich zunehmend normalisierende und um 346 Mio € auf 424 Mio € gestiegene Kreditrisikovorsorge bei. Ferner konnte bei den operativen Erträgen mit 4.888 Mio € der Vorjahreswert (4.982 Mio €) nicht ganz erreicht werden. Für diesen Rückgang sind vor allem der infolge des niedrigen Zinsniveaus gesunkene Zinsüberschuss (- 432 Mio € auf 2.675 Mio €) und der im Rahmen der anhaltenden und sich teilweise noch verstärkenden Kundenzurückhaltung reduzierte Provisionsüberschuss (- 133 Mio € auf 883 Mio €) verantwortlich. Teilweise konnte diese Entwicklung allerdings durch das um 484 Mio € auf 1.123 Mio € gestiegene Handelsergebnis kompensiert werden.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen auf Grund des konsequenten Kostenmanagements mit 2.691 Mio € leicht unter dem Vorjahresniveau (2.693 Mio €). Die Cost-Income-Ratio belief sich für die ersten neun Monate 2012 auf 55,1% (1.1. bis 30.9. 2011: 54,1%) und damit weiterhin sowohl im internationalen als auch im nationalen Vergleich auf einem sehr guten Niveau.

Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands der HypoVereinsbank:
"Der HypoVereinsbank ist es nach drei Quartalen in 2012 gelungen, trotz volatiler Kapitalmärkte und anhaltender Verunsicherung der Kunden erneut ein beachtliches Ergebnis zu erzielen und das Vorsteuerergebnis des Gesamtjahres 2011 bereits zu übertreffen. Auch die starken Bilanzkennzahlen der HVB spiegeln die stabile Verfassung der Bank wider. Unsere bereits exzellente Kapitalausstattung konnten wir weiter verbessern, Cost-Income-Ratio und Eigenkapitalrentabilität liegen ebenfalls erneut auf einem sehr guten Niveau. Zu dem guten Ergebnis hat maßgeblich auch unser erfolgreiches Kostenmanagement beigetragen. Mit der vergangene Woche angekündigten Regionalisierung unseres deutschen Bankgeschäfts, der Stärkung der unternehmerischen Verantwortung der Regionen sowie der Schaffung von drei Geschäftsbereichen ab 2013, Unternehmer Bank, Privatkunden Bank und Corporate & Investment Banking, stärken wir unsere Ertragskraft und setzen unseren Wachstumskurs fort."

Divisionen
Die Division Corporate & Investment Banking (CIB) erwirtschaftete ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1.516 Mio €, das jedoch trotz eines – auch infolge der positiven Effekte aus der Auflösung von Credit-Value-Adjustments – leichten Anstiegs der operativen Erträge um 101 Mio € unter dem hohen Vorjahresergebnis lag. Dies ist hauptsächlich auf die gestiegene Kreditrisikovorsorge zurückzuführen. Auch die Divisionen Privatkunden – Kleine und mittlere Unternehmen (PKMU) und Private Banking (PB) konnten die Vorjahresergebnisse auf Grund niedrigerer operativer Erträge als Folge des niedrigen Zinsniveaus und der Zurückhaltung der Anleger nicht mehr erreichen. Bei der Division PKMU sank das Ergebnis vor Steuern von 127 Mio € im Vorjahr auf 71 Mio € und bei der Division PB von 78 Mio € im Vorjahr auf 49 Mio €.

Kapital und Liquidität
Die HVB Group weist weiterhin eine exzellente Kapitalausstattung aus. Die Core Tier 1 Ratio gemäß Basel II (Verhältnis von hartem Kernkapital ohne hybride Kapitalinstrumente zu der Summe aus Kreditrisikoaktiva sowie Risikoaktivaäquivalente für das Marktrisiko und das operationelle Risiko) erhöhte sich per 30. September 2012 auf 17,5% (Jahresende 2011: 15,6%) und liegt damit weiterhin sowohl im nationalen als auch im internationalen Vergleich auf einem hervorragenden Niveau.

Das bilanzielle Eigenkapital stieg gegenüber dem Jahresultimo 2011 um 0,3 Mrd € auf 23,6 Mrd €. Dabei wurde die gemäß Hauptversammlungsbeschluss im zweiten Quartal 2012 erfolgte Dividendenausschüttung in Höhe von 1,0 Mrd € durch den in den ersten neun Monaten 2012 erwirtschafteten Konzernüberschuss in Höhe von 1,2 Mrd € und den Anstieg der AfS-Rücklage um 0,1 Mrd € mehr als kompensiert. Bei einer gegenüber dem Vorjahresultimo um 3,6% gestiegenen Bilanzsumme in Höhe von 399,4 Mrd € lag die Leverage Ratio (berechnet als Verhältnis der Bilanzsumme zum bilanziellen Eigenkapital) zum Ende des dritten Quartals 2012 bei 16,9x nach 16,5x zum Jahresende 2011.

Die HVB Group verfügte im Berichtszeitraum jederzeit über eine sehr komfortable Liquiditätsausstattung und eine solide Finanzierungsstruktur. Die Bank hat an den beiden Dreijahrestendern der EZB nicht teilgenommen und darüber hinaus einen großen Teil ihrer überschüssigen Liquidität bei der Bundesbank platziert. Das Refinanzierungsrisiko war auf Grund der Diversifikation bezüglich der Produkte, Märkte und Investorengruppen weiterhin gering, so dass eine angemessene Refinanzierung des Aktivgeschäfts jederzeit gegeben war. Die Pfandbriefe der HVB Group stellten dabei mit ihrer sehr guten Bonität und Liquidität ein unverändert wichtiges Refinanzierungsinstrument dar.

Dr. Theodor Weimer:
"Wir gehen davon aus, dass die gegenwärtigen Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und die Staatsschuldenkrise in einigen Euro-Ländern auch im vierten Quartal dieses Jahres anhalten werden. Hohe regulatorische Anforderungen und nicht zuletzt auch die finanzielle Belastung durch die Bankenabgabe werden die Ergebnisse der Finanzinstitute weiterhin prägen."

Ansprechpartner für Presse
Claudia Bresgen
Weiterer Ansprechpartner für Presse
Markus Huber

HypoVereinsbank
Arabellastraße 12
81925 München
Deutschland
http://www.hypovereinsbank.de