Nachhaltige Geldanlage Interview

Nachhaltige Investmentstrategien

Klimawandel bekämpfen, faire Produkte fördern, verantwortungsbewusste Unternehmensführung belohnen und zugleich finanziell davon profitieren… geht das? Geht! Nachhaltige Investmentstrategien können genau das ermöglichen. Wie diese Form des Investierens genau funktioniert, erklärt Fondsmanager Christian Zimmermann, Amundi Experte, im Interview.

Nachhaltige Investmentstrategien

Erfahren Sie im Interview mit Christian Zimmermann mehr zum Thema nachhaltige Investmentstrategien.

Christian Zimmermann ist leitender Fondsmanager bei Amundi Asset Management. Dort managt er seit 2003 nachhaltige Fonds.

Immer mehr Menschen setzen sich für Klimaschutz, Tierwohl, gesunde, pestizidfreie Lebensmittel und eine friedliche Welt ein. Woher kommt das?

Ganz einfach. Die fortschreitende Globalisierung hat unseren Blick für die Auswirkungen unseres Wirtschaftens geschärft. Wir erkennen immer mehr die weltweiten Verflechtungen und Zusammenhänge, sehen Problemfelder und Ungerechtigkeiten. Sie können über das Internet sowie Social Media in Echtzeit über Länder und Kontinente hinweg diskutieren. Das hat die Sensibilität für Nachhaltigkeit, also einen reflektierten Umgang mit Ressourcen aller Art, enorm geschärft.

Viele Anleger möchten heute nicht nur ein angemessenes Kapitalwachstum erzielen, sondern auch sicher gehen, dass ihr Investment nicht der Umwelt oder Gesellschaft schadet. Welche Möglichkeiten bieten sich hier?

2017 auf 2018 stieg das Volumen der nachhaltig investierten Mittel im deutschsprachigen Raum um 63%.*

Man spricht hierbei von „nachhaltigen“ im Sinne von „verantwortungsvollen“ Investments, die sich unter dem Kürzel „ESG“ fassen lassen. Der Dreiklang – übersetzt „Umwelt, Soziales und Unternehmensführung“ – umfasst vielmehr einen ganzheitlichen, ökologischen, sozialen und ethischen Ansatz. Der Zuspruch für diese Anlagephilosophie ist in den letzten Jahren enorm gestiegen – allein von 2017 auf 2018 stieg das Volumen der nachhaltig investierten Mittel im deutschsprachigen Raum um 63%.*

*Quelle: IPE „Top 400 asset managers“, veröffentlicht im Juni 2019 und basierend auf dem verwalteten Vermögen mit Stand Dezember 2018.

Wie funktioniert ein „ESG“-Investment im Detail?

Überspitzt formuliert, werden die „Guten“ in ein Portfolio gewählt und die „Schlechten“ aussortiert. Dafür werden zumeist ethisch problematische Investments ausgeschlossen, z. B. aus den Bereichen Rüstung, Tabak, Glücksspiel, Kinderarbeit oder besonders umweltschädlichen Industrien. Unter den verbleibenden Investments – etwa Aktien, Unternehmens- oder Staatsanleihen – wird dann in allen drei „ESG“-Teilbereichen genau geprüft, wie nachhaltig sich das Unternehmen bzw. der Staat „verhält“. Die Einzelnoten ergeben dann einen „ESG“-Wert, der sozusagen das Niveau der Nachhaltigkeit eines Investments aufzeigt. Hier konzentrieren sich die meisten „ESG“-Anbieter auf die besten Titel in bestimmen Anlagesegmenten – der sogenannte Best in Class-Ansatz. Erst danach kommt die klassische Finanzanalyse der möglichen Portfoliotitel, die letztlich über den Kauf entscheidet.

Bleibt da am Ende nicht die Rendite auf der Strecke?

"Mittlerweile belegen rund 2.000 Studien und Auswertungen, dass nachhaltige Investments bei der Rendite oft besser abschließen."

Es gibt immer mehr Studien, aus denen vereinfacht gesagt hervorgeht, dass Investmentstrategien, die auch soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen, keineswegs den klassischen Anlagekonzepten hinterherhinken. So zeigt zum Beispiel eine Analyse der Rating-Agentur Scope von 2018*, dass sich das Risiko-Rendite-Profil nachhaltig ausgerichteter Fonds im Durchschnitt wenig von den herkömmlichen Fonds unterscheidet. Die nachhaltigen Fonds konnten über den Betrachtungszeitraum von fünf Jahren sogar leichte Rendite-Vorteile erzielen. Man kann also auch bei der Kapitalanlage Gutes tun, und dafür noch belohnt werden. Dies ist allerdings natürlich keine Garantie für zukünftige Entwicklungen.

Auch Felix Neureuther hat nachgefragt:

Amundi Asset Management
30 Jahre Erfahrung im Managen von nachhaltigen Anlagen

ESG-Analyse erfordert spezielles Know-How

Erfahrung und spezielle Ressourcen und Prozesse sind notwendig, um glaubwürdig ein nachhaltiges Portfolio erstellen zu können. Ein weiterer Grund, weshalb die HypoVereinsbank Amundi als Partner gewählt hat. Amundi zählt zu den Pionieren der Branche. Sie verfügen bereits über 30 Jahre Nachhaltigskeits-Erfahrung, ein eigenes, starkes ESG-Team, einen zertifizierten ESG-Prozess und wollen zudem bis 2021 alle verwalteten Vermögen nach ESG-Kriterien managen.

HVB Premium Invest – Vermögensverwaltung

Die Vermögensverwaltung HVB Premium Invest ist eine Möglichkeit nachhaltig anzulegen. Eine standardisierte Vermögensverwaltung, die aus Fonds und ETFs besteht.

  • Ab 25.000 Euro Anlagesumme
  • Globale Multi-Asset-Strategie ermöglicht flexible und dynamische Portfoliozusammensetzung nach Ihren individuellen und thematischen Wünschen
  • Anlagerichtlinie optional auf gesellschaftliche Veränderungen, Megatrends und Substanzwerte ausrichten (ab 50.000 Euro Anlagesumme)
  • Experten der Vermögensverwaltung beobachten Markttrends und übernehmen das Risikomanagement

Erweitern Sie Ihre Vermögensverwaltung mit wichtigen Zukunftsthemen wie z. B. ökologischen Trends, Immobilien, technologischen Innovationen oder aktuellen Investment-Trends. Aus einer breiten Auswahl an Modulen können Sie selbst entscheiden, welche inhaltlichen Schwerpunkte Ihnen wichtig sind. Je mehr Sie anlegen, desto individueller können Sie Ihre Vermögensanlage gestalten. HVB Premium Invest Produktinformationen

 

Wichtig für Ihre persönliche Investmentstrategie: