Ein Schnellboot der E-Mobilität.

Compleo ist ein Pionier der Elektromobilität. Mit Erfindungsreichtum und Enthusiasmus kämpft sich das junge Dortmunder Unternehmen an die Spitze der Hersteller von Ladesäulen.

Was andernorts noch nach Zukunft klingt, ist auf dem Parkplatz eines Fabrikgebäudes im Osten von Dortmund schon Realität: Die Autos, die hier stehen, haben ausnahmslos ein „E“ im Kennzeichen. „E“ für elektrisch. Jeder einzelne Stellplatz verfügt über eine Ladesäule. Motorbrummen hört man hier allenfalls von der benachbarten Straße. Wer hier parkt, der hat – fahrtechnisch gesehen – die Ruhe weg.

Willkommen bei Compleo Charging Solutions, einem Hersteller und Anbieter von Elektroladestationen und Ladelösungen. „Stromgetriebene Autos machen nicht nur einen Heidenspaß. Wenn die Energiewende gelingen soll, dann führt an E-Mobilität auch kein Weg vorbei“, erklärt Checrallah Kachouh, Co-CEO und einer der Mitbegründer des Unternehmens.

Erfahren Sie mehr über die Gründungsgeschichte von Compleo, die Ziele das Unternehmens und warum der Trend zu Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle spielt.

Checrallah Kachouh, der einst mit 19 Jahren zum Maschinenbaustudium aus dem Libanon nach Deutschland kam, ist der Techniker im Führungsteam des jungen Unternehmens. „Damit der Umstieg zur Elektromobilität gelingt, benötigen wir nicht nur gute Autos, sondern auch sehr viele Ladestationen, die flächendeckend im ganzen Land aufgestellt werden müssen. Und wir sind diejenigen, die sie in hoher Qualität und Stückzahl herstellen können.“

„Wir sind das Schnellboot unter den Herstellern von Ladesäulen, weil wir als agile Spezialisten schneller als andere neue Technologien entwickeln und innovative Produkte auf den Markt bringen können.“
Georg Griesemann
Co-CEO Compleo Charging Solutions
Compleo

Mit über zwölf Jahren Erfahrung gehört Compleo zu den Herstellern der ersten Stunde und hat bereits Ladestationen in zwölf weitere Länder geliefert. Entstanden ist das Unternehmen einst aus einer Arbeitsgruppe der EBG Group, die unter anderem Kabelverteilerschränke herstellt. Der Auftrag seines Teams war es, neue Märkte zu entdecken. Die damals 6-köpfige Gruppe erkannte früher als andere das große Potenzial der Ladetechnik und entwickelte bereits 2009 den ersten Prototyp.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Es folgten die ersten Aufträge, die Ausgründung der Geschäftssparte Ladestationen als unabhängiges Unternehmen, der Gewinn einer großen europaweiten Ausschreibung für die Errichtung einer Ladeinfrastruktur in Irland, immer schnelleres Wachstum und schließlich der Börsengang im Oktober 2020.

Butter bei die Fische

So sagt man in Westfalen, wenn man klare Antworten hören möchte. Georg Griesemann, Co-CEO von Compleo, stellt sich im One-to-One mit Daniel Dalter, HVB Firmenkundenspezialist, der Herausforderung und spricht Klartext. Sehen Sie selbst.

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Tüfteln für die Ladestation der Zukunft

Parallel dazu trieben die Ingenieure des Unternehmens unter Leitung von Kachouh die Ladetechnologie kontinuierlich weiter. In den Anfangsjahren konzentrierten sie sich zunächst noch auf die eher langsamen AC-Ladesäulen – AC steht für Wechselstrom.

Doch mittlerweile ist das Unternehmen längst auch in den lukrativen Markt für Gleichstrom-Lader (DC) eingestiegen, die z.B. eine zehnmal schnellere Ladezeit ermöglichen und vor allem im öffentlichen Raum zum Einsatz kommen. 2015 brachte Compleo als erster deutscher Ladestationshersteller eine DC-Ladestation auf den Markt, die Fahrzeuge mit 50 KW Gleichstrom versorgen kann.

Doch es geht nicht nur um Leistung: Bedienerfreundlichkeit und die digitale Einbindung in die Stromnetze sind weitere wichtige Eigenschaften, die gute Ladesäulen auszeichnen. Und auch dabei hat Compleo die Nase vorn. So entwickelte das Unternehmen schon vor Jahren eine Lösung, dank der die Fahrer von Elektroautos ganz einfach mit ihrer Girokarte an der Ladesäule bezahlen können.

Zudem gelang es Compleo früher als anderen, die Eichrechtskonformität aller Compleo-Ladesäulen mit Hilfe eines Datenspeicher- und Anzeigemoduls sicherzustellen. Eine wichtige gesetzliche Anforderung war damit für die Praxis erfüllt. „Wir verzetteln uns nicht, sondern konzentrieren uns auf das, was wir am besten können: eben Ladesäulen. Als kleines, agiles Unternehmen können wir unsere Ideen schneller umsetzen und unseren technischen Vorsprung ausbauen“, erklärt Co-CEO Georg Griesemann.

Ökostrom tanken in der Kaffeepause

Die Unternehmer sind sich sicher, dass sich die Elektroautos schon sehr bald gegen Alternativen wie den Verbrennungsmotor, die Wasserstofftechnologie und andere Antriebsarten durchsetzen werden. Waren 2019 erst 1,3 Millionen Elektrofahrzeuge auf Europas Straßen unterwegs, werden es nach Schätzungen sechs Jahre später bereits 13 Millionen sein – das Zehnfache. Bis 2030 prognostiziert eine Studie der Umweltorganisation Transport & Environment dürften es sogar 33 Millionen Elektrofahrzeuge sein. Damit einher gehen enorme Investitionen in die öffentliche Ladeinfrastruktur, die binnen zehn Jahren von 600 Millionen Euro auf 2,9 Milliarden Euro ansteigen dürften.

„Meine Vision ist, dass in fünf Jahren an jedem Parkplatz eine Möglichkeit zum Laden besteht.“

Georg Griesemann, Co-CEO Compleo Charging Solutions

Unterstützung kommt auch von der Politik. „Durch Förderprogramme wird der Elektromobilität weiterer Rückenwind geben. Wir arbeiten bereits intensiv an Lösungen, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllen“, sagt Kachouh.  Hierzu zählen eichrechtskonforme Ladelösungen, aber auch die Möglichkeit an den Compleo Ladestationen punktuell zu laden – beispielsweise mit Giro- oder Kreditkarten.

Green-Tech ist gefragt – auch an den Finanzmärkten

Klein anfangen – aber von Anfang an groß denken: Das zeichnet den Ladepionier aus Dortmund aus. Mit dem erfolgreichen Börsengang von 2020 hat sich Compleo die nötige finanzielle Power geschaffen, um in dem schnell wachsenden Markt eine aktive Rolle zu spielen. Viele Börsianer ebenso wie große institutionelle Investoren legen Wert darauf, dass die Unternehmen, in die sie ihr Kapital investieren, bei den ESG-Nachhaltigkeitskriterien gute Noten bekommen. „In diesem Bereich werden wir regelmäßig gebenchmarkt und erzielen dabei gute Resultate“, versichert Griesemann.

„In Zukunft werden die Fahrer:innen von Elektroautos ihren Wagen mit erneuerbaren Energien vom Solardach ihrer Firma aufladen und den Strom später zuhause in ihr privates Netz zurückspeisen können.“
Checrallah Kachouh
CEO Compleo Charging Solutions
Compleo

Weiterwachsen und dabei technologisch die Nase vorn behalten – das ist das Ziel der Ladepioniere von Compleo. Neben dem raschen Ausbau der Produktionskapazitäten tüfteln die Dortmunder schon an den nächsten Weiterentwicklungen. Die Ladesäulen von Compleo sollen künftig direkt mit dem Auto kommunizieren können. Der lästige Zwischenschritt der Identifizierung per Karte und Kartenzahlung würde damit überflüssig und Strom tanken somit noch einfacher.

Außerdem sollen die Autos mit ihren leistungsstarken Batterien künftig Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben können – das sogenannte bidirektionale Laden. Ladesäulen, die diesen Prozess steuern können, spielen bei der Verwirklichung einer vollintegrierten Energiewende eine Schlüsselrolle.

Wo diese Technologie als erste Wirklichkeit wird, das steht zumindest für Checrallah Kachouh und Georg Griesemann außer Frage: Auf einem unscheinbaren Firmenparkplatz im Osten von Dortmund – dem Parkplatz von Compleo.

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