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SEPA-Zahlungsverkehr

Veränderungen beim Zahlungsverkehr.

SEPA bringt Veränderungen beim Zahlungsverkehr.

 


SEPA - wichtige Informationen zur Übergangsfrist

Es wurde eine Übergangsfrist bis 1. August 2014* eingeführt, innerhalb derer Banken weiterhin elektronische Zahlungen im bisherigen Format annehmen dürfen. Aber Achtung: Es wurden trotzdem einige Zahlungsverkehrs Formate bereits zum 1. Februar 2014 abgeschaltet! Wir empfehlen dringend, die Umstellung auf SEPA, so noch nicht erfolgt, konsequent voranzutreiben und zügig abzuschließen.
Welche Auswirkungen die veränderten rechtlichen Grundlagen auf die einzelnen Zahlungsverkehrsformate haben werden, finden Sie in den aktuellen SEPA-News.


* Setzt die von der EU vorgesehene Änderung der SEPA-Migrationsverordnung 260/2012 voraus.


  • Für die am häufigsten genutzten Zahlungsverkehrsprodukte, Überweisung und Lastschrift, gelten innerhalb der SEPA-Teilnehmerländer einheitliche vereinfachte Regelungen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob eine Transaktion z. B. innerhalb von Deutschland oder beispiels­weise zwischen Deutschland und Frankreich abgewickelt wird.
  • Neben den beiden Kernprodukten, Überweisung und Lastschrift, ergeben sich mit SEPA auch Änderungen für die Kontoinformationen und Kartenzahlungen. Für alle Transaktionen tritt die IBAN (International Bank Account Number) und der BIC (Bank Identifier Code) an die Stelle von Kontonummer und Bankleitzahl.

Entdecken Sie, was noch für Sie drin ist.

IBAN-Zusammensetzung am Beispiel Deutschland

Die IBAN setzt sich aus einer Länderkennung, zweistelliger Prüfziffer sowie der bekannten Bankleitzahl und Kontonummer zusammen. Daher stellt die IBAN für Deutschland keine wirkliche Neuerung dar.

Jede IBAN in Deutschland besteht aus 22 alphanumerischen Zeichen, beginnend mit der 2-stelligen Länderkennung DE, gefolgt von einer 2-stelligen Prüfziffer sowie Ihrer Bankleitzahl und Kontonummer.

IBAN

Weitere Details zum Aufbau der verschiedenen IBAN-Formate in anderen Ländern finden Sie in unserer SEPA-Kundeninformation (Seite 10).

Der BIC ist der Bank Identifier Code und stellt das Kennzeichen der Empfängerbank dar. Er ist notwendig, damit Ihre Zahlung ankommt. Er setzt sich wie folgt zusammen:

BIC

Damit sind Sie jederzeit in der Lage, einem Zahlungspflichtigen die notwendigen Angaben zur Durchführung einer SEPA-Überweisung mitzuteilen.

IBAN/BIC-Rechner für HVB-Konten

IBAN/BIC-Rechner des Bank-Verlags


SEPA-Überweisung (Credit Transfer)

Die Standards gelten für alle Überweisungen in Euro innerhalb der SEPA (Single Euro Payments Area) - unabhängig vom Betrag.

Es gibt neue Überweisungsformulare für beleghafte Einreichungen.

Überweisungsformular

Elektronisch wird das neue XML-Format verwendet. Die deutschen Banken haben sich dabei auf das sogenannte DK (Deutsche Kreditwirtschaft)-Format geeinigt. Die wichtigsten Merkmale der SEPA-Überweisung (Credit Transfer) sind:

  • Der Originalbetrag wird ohne Abzüge zur Gutschrift weitergeleitet.
  • Auftraggeber und Begünstigter tragen ihre eigenen Kosten. Eventuell anfallende Preise werden separat belastet.
  • Garantierte Ausführungszeit bis zur Bank des Begünstigten maximal 1 Bankarbeitstag (sofern der Auftrag elektronisch erteilt wurde) .
  • Europaweit einheitliche Standards und Datenformate vereinfachen die Auftragserteilung und Automatisierung.
  • Die EU-Preisverordnung gilt nur für Zahlungen innerhalb von EU/EWR.
  • Einheitliche Standards auch bei Rückgaben.
  • Verwendungszweck maximal 140 Stellen (statt im IZV mit 378 Stellen).

Gut zu wissen: HVB Karten sind bereit für SEPA!

SEPA für Karten eröffnet Kunden und Händlern die Chance, das bewährte deutsche Girocard (Electronic Cash)-System in einem weiten Umfeld zu nutzen.

Händler haben die Möglichkeit, Karten aus dem ganzen SEPA-Raum zu akzeptieren, sowie sie es auch mit heimischen Karten tun.

 

  • Das sichere und bewährte deutsche Girocard-System kann auch in anderen europäischen Ländern eingesetzt werden.
  • Die Abwicklungsinfrastrukturen wurden auf die SEPA-Anforderungen ausgerichtet und aufeinander abgestimmt.
  • Ebenfalls nicht von der Umstellung auf SEPA Cards Clearing betroffen sind b.a.W. die Kreditkartenprodukte (Mastercard, VISA, JCB, American Express,..) sowie deren Debit-Marken (Maestro, vpay).

Nationale Bezahlsysteme mit Ausnahmeregelung bis Februar 2016 (ELV)

  • Nicht von der Umstellung betroffen ist das Bezahlen im Handel mit Girocard und Unterschrift ("ELV"-Verfahren), das bis 1. Februar 2016 von der Umstellung auf SEPA explizit ausgenommen wurde.
Mehr Informationen anzeigen
Kontoinformation SEPA.

Elektronische Kontoinformation

Parallel zum bisherigen Kontoauszug werden elektronische Auszüge im XML-Format angeboten. Sie bieten einige Vorteile gegenüber dem bisherigen MT940-Standard.

Der bisherige Kontoauszug (als Papierausdruck oder elektronisch als sog. MT940) wird nicht abgeschafft. Wenn Zahlungen und Kontoinformationen im XML-Format eingesetzt werden (genannt "camt" - cash management), gehen keine Informationen verloren. Dies kann bei Weiterverwendung des MT940 nicht garantiert werden, da Banken die Daten konvertieren müssen. Viele SEPA-Informationen werden im MT940 im Verwendungszweck mehr oder weniger strukturiert dargestellt, während für jede Zahlungsinformation im camt immer ein spezifisches Feld existiert. Deshalb stellen viele große Unternehmen bereits heute auf das neue Format um. Bereitstellung aller Kontoauszugsinformationen im ISO-20022- XML-Format:

  • camt.052 (Avise, entspricht MT942)
  • camt.053 (Tagesauszug, entspricht MT940)
  • camt.054 (Sammler, entspricht DTI)
  • pain.002 (XML-Fehlerreport von Dateieinreichungen)

Für die bisherigen Formate wurden Regeln festgelegt, wie SEPA-Informationen abgebildet werden müssen. Dabei werden SEPA-spezifische Informationen, z. B. Ende-zu-Ende-Referenz, so aufbereitet, dass auf Kundenseite eine automatisierte Weiterverarbeitung weiterhin möglich ist. Durch einen gemeinsamen Standard ist auch künftig die Multibankfähigkeit gegeben.

  • MT940-Tagesauszüge in der bisherigen SWIFT-Struktur, angepasst an die SEPA-Daten
  • Neue/Zusätzliche Geschäftsvorfallcodes (GVC) für die elektronische Abfrage von Kontoauszügen/-umsätzen für SEPA-Basislastschrift (Direct Debit Core), SEPA-Firmenlastschrift (Direct Debit B2B), SEPA-Überweisung (Credit Transfer) und Rückgabetransaktionen
  • MT942-Avise in der bisherigen SWIFT-Struktur, angepasst an die SEPA-Daten
  • DTI-Bereitstellung von Kontoumsätzen, angepasst an die SEPA-Daten. Bei DTI werden, im Gegensatz zu MT940, getrennte Dateien für Umsätze der bisherigen Zahlungsverkehrswelt und SEPA-Umsätze erstellt.

Die XML-Formate können parallel zum bekannten SWIFT- /DTI-Format bereitgestellt werden, um einen stufenweisen und sicheren Übergang auf die XML-Welt zu ermöglichen.   Weitere Informationen erhalten Sie in der Anlage zur SEPA-Kundeninformation (S. 40, 50f.).

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